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Audi ist weiter auf Rekordjagd

Neues Werk in Mexiko und mehr Arbeitsplätze

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Audi ist weiter auf Rekordjagd - und braucht dafür neue Mitarbeiter. Auch ein geplantes neues Werk nimmt Gestalt an, gebaut werden soll es angeblich in Mexiko.

10.04.2012 dpa

Angesichts des anhaltenden Absatzbooms schafft der Autobauer Audi deutlich mehr neue Jobs als geplant. Wie das Unternehmen am Ostermontag (9.4.) in Ingolstadt mitteilte, sollen in diesem Jahr in Deutschland rund 2.000 Mitarbeiter eingestellt werden. Dies seien 800 mehr als ursprünglich angekündigt. Zudem sollen bis zu 700 Leiharbeiter in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden.

Ein Sprecher der VW-Tochter sagte der dpa am Montag, auch in den Audi-Werken in Györ (Ungarn) sowie in Brüssel (Belgien) seien zusätzliche Stellen geplant. Zur Größenordnung machte er keine Angaben.

Audi darf neues Werk in Mexiko bauen

Im Zuge des starken Wachstums wird auch ein geplantes neues Werk immer konkreter. Wie der "Spiegel" berichtete, darf Audi nach langem Ringen innerhalb des VW-Konzerns ein eigenes neues Werk in Mexiko errichten. Zwar hätten sich Top-Manager des VW-Konzerns dafür eingesetzt, dass das VW-Werk in Chattanooga in den USA ausgebaut werde und die Tochter Audi dort eine Fertigung aufziehe. Sie hätten dann aber den Kürzeren gezogen.

In der nächsten Sitzung des VW-Aufsichtsrats am 18. April sollen die Audi-Pläne dem Bericht zufolge besiegelt werden. Die neue Fabrik in Mexiko werde ihre Produktion im Jahr 2015 beginnen. Gefertigt werde dort die nächste Generation des Geländewagens Q5. Audi-Chef Rupert Stadler wolle damit eine Offensive auf dem nordamerikanischen Markt starten, Audi liege dort bislang noch hinter BMW und Mercedes-Benz.

Die Betriebsräte hatten sich noch zurückhaltend zum neuen Werk geäußert: "Aus Sicht der Arbeitnehmervertreter von Volkswagen und Audi ist diese Entscheidung noch nicht amtlich", teilten VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh und der Audi-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Peter Mosch am Freitag mit. Es müssten noch substanzielle Zusagen für die deutschen Audi-Produktionsstandorte Neckarsulm und Ingolstadt erfolgen.

Leichtbau und Elektromobilität sollen gestärkt werden

Der Audi-Sprecher sagte am Montag, der Personalaufbau in Deutschland hänge mit den Plänen in Amerika nicht zusammen. Die zusätzlichen Stellen seien bereits seit längerem geplant und hingen mit dem starken Wachstum und der Modelloffensive zusammen. Die zusätzlichen Fachkräfte werden laut Unternehmen vor allem in der Technischen Entwicklung und in der Produktion benötigt. Zudem wolle Audi die Felder Leichtbau und Elektromobilität stärken.

Audi beschäftigt derzeit nach Firmenangaben weltweit rund 64.000 Mitarbeiter, davon rund 48.000 in Deutschland. 2011 hatte der Autobauer so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Der Absatz stieg um fast 20 Prozent auf weltweit rund 1,3 Millionen Fahrzeuge. Auch ins neue Jahr war Audi mit deutlichen Zuwächsen gefahren und steuert auf ein Rekordquartal zu. Vor allem das Geschäft in den USA und China läuft blendend.

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