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Audi Mesarthim GT Vision und F-Tron Concept

Atomkraft, ja bitte

AUDI Mesarthim F-Tron Concept Foto: Grigory Gorin 15 Bilder

Atomstrom ist eigentlich eine saubere Sache, dachte sich der russische Designer Grigory Gorin und strickte rund um einen kleinen Kernreaktorantrieb zwei Audi-Supersportler.

04.08.2016 Uli Baumann 5 Kommentare Powered by

U-Boote und Kriegsschiffe mit Atomantrieb gibt es schon. Im Autombilsektor spielt der Nuklaerfaktor bislang keine Rolle. Nicht so im Audi Mesarthim F-Tron Concept von Grigory Gorin. Nahezu unerschöpfliche Energiereserven in Kombination mit einem leisen, kräftigen und umweltverträglichen Elektroantrieb kennzeichnen das Projekt des Russen, das auf einen Fusionsreaktor als Kernelement setzt. Dazu garniert er noch zahlreiche andere technische Finessen.

AUDI Mesarthim F-Tron ConceptFoto: Grigory Gorin
Ein kleiner Kernreaktor liefert die Energie.

Dampfturbine liefert Strom, Magnetsystem liefert Abtrieb

Den eigentlichen Strom generiert im Conceptcar eine kleine Dampfturbine, als Puffer dienen Superkondensatoren und Batterien. Elektromotoren treiben über Schwungräder die Räder an, und gewinnen im Schiebebetrieb oder beim Bremsen Energie zurück. Natürlich lassen sich die Stromspeicher auch induktiv an einer Ladestation füllen. Solarmodule auf dem Dach dienen als weitere Stromquelle.

Eingebettet wird die komplexe Antriebstechnik in ein Gitterstrukturchassis, das aus mit Polymeren versetzem Aluminium im 3D-Druck entsteht. Auch fahrdynamisch blickt Gorin mit seinem Magnetic Hydro-Dynamic System (MHDS) weit in die Zukunft. Magnetische Fahrbahnoberflächen vorausgesetzt, saugt sich der Mesarthim quasi an der Straße fest. Dazu wird eine magnetische Flüssigkeit im Fahrzeugboden so durch ein Leitungssystem gepumpt, dass computergesteuert an jedem Rad in jeder Fahrsituation der optimale Anpressdruck bereitsteht. Zudem lässt sich durch das Flüssigkeitssystem auch der Fahrzeugschwerpunkt blitzschnell verlagern. Konventionelle aktive Aerodynamikelemente an der Karosserie sollen zusätzlichen Abtrieb generieren.

Und natürlich kann der Mesarthim auch autonom Fahren und über eine Remote-Funktion fernüberwacht werden. Da aber nicht jeder Sportwagenfreak Fahrdynamik unter einem geschlossenen Dach – in diesem Fall einer großen nach vorne schwenkenden Kanzel – erleben möchte, hat Gorin gleich noch eine offene Version seiner Vision entworfen.

Atomsportler auch offen

Der Audi Mesarthim GT Vision teilt sich dabei die revolutionäre Antriebstechnik mit dem F-Tron, verzichtet aber auf ein Dach. Die beiden Passagieren können sich nur hinter einer weit vorne sitzenden Stummelscheibe vor den Naturgewalten verstecken. Ansonsten trägt auch der GT Vision das brutale Design des F-Tron.

Neuester Kommentar

Es ist schon unglaublich, was man den Lesern alles aufschwatzen will. Die Kernfusion funktioniert zur Zeit nur in der Wasserstoffbombe und die benötigt zur Erzeugung der gigantisch hohen Temperaturen für die Kernfusion eine kleine Atombombe. Außerdem wären die Ausgangsstoffe Deuterium+Deuterium(schwerer Wasserstof) oder Wasserstoff+Trtium (Wasserstoff mit zwei Neutronen) nicht zu bekommen und Tritium zudem radioaktiv und hochgiftig. Mac Cuill scheint völlig ahnungslos zu sein.

Kolibri 10. August 2016, 12:10 Uhr
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