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Audi

Mit Gas und E85

Foto: Hans-Dieter Seufert

Audi entwickelt Fahrzeuge für den Einsatz von Bio-Ethanol und Erdgas. Als Basis dafür dient der neue 1,8 Liter große Benzin-Direkteinspritzer, der seit dem Frühjahr im Audi A3 eingesetzt wird, teilte der Hersteller mit.

28.08.2007

Der Hubraum des Aggregats werde auf zwei Liter vergrößert und Motorsteuerung, Peripherie und Tankanlage so modifiziert, dass der Motor auch mit den alternativen Kraftstoffen betrieben werden kann. Beide Versionen sollen zunächst auf die Modellfamilie A5, A4 und A4 Avant zugeschnitten werden.

Der CNG-Motor erreicht laut Audi-Entwickler Michael Kuhn 163 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 260 Nm zur Verfügung. Zur Erprobung im A5 verbaut, kommt er mit 21 Kilogramm Erdgas, das in vier Tanks platzsparend im Heck gelagert wird, rund 420 Kilometer weit. Zudem gebe es als Reserve 15 Liter Benzin, die für weitere 180 Kilometer reichen.

Die Höchstgeschwindigkeit gibt Audi mit 228 km/h an. Von Null auf 100 km/h beschleunigt der Wagen in 8,9 Sekunden und der CO2-Ausstoß sinkt gegenüber dem Benzinbetrieb um 20 Prozent. Zudem gehen aufgrund des Steuervorteils die Betriebskosten um etwa 58 Prozent zurück, rechnet der Entwickler vor. Zu den Preisen machte Audi noch keine Angaben, doch wolle man sich an den "derzeit etwa 3.000 Euro Aufpreis" der Konzernmutter VW orientieren.

E85 ab 2009

Parallel arbeitet Audi an einer Motorvariante, die mit Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen (E85) betrieben werden kann. Weil der Kraftstoff nach einem neuen Verfahren aus den Abfällen der Agrarwirtschaft gewonnen werden soll, kollidiere die Produktion nicht mit der Nahrungsmittel-Industrie, sagt Entwickler Jan Helbig. Mit Hilfe der neuen Technik soll der CO2-Ausstoß auf 40 Gramm pro Kilometer sinken. Ausgelegt für E85 leiste der Motor 180 PS und komme auf 320 Nm.

Zwar steige der Verbrauch aufgrund der geringeren Energiedichte von 6,9 auf 9,0 Liter, doch neben dem CO2-Ausstoß sinken auch die Betriebskosten. "Gemessen an den heutigen Preisen zahlt man dann für 100 Kilometer nur noch 8,19 statt 9,73 Euro" sagt der Entwickler. Eine Markteinführung dieses Konzeptes sei bei Audi für 2009 geplant, hieß es in Unternehmenskreisen. Ein Jahr später komme die Technik dann auch im Passat der Konzernmutter VW zum Einsatz.

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