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Audi Prologue Allroad Sitzprobe in Shanghai

Wir entern das 743-Hybrid-PS-Schiff

Audi Prologue Avant Sitzprobe, Auto China 2015, Shanghai Foto: auto motor und sport 47 Bilder

Mit der höher gelegten Kombi-Studie im Offroad-Look zeigt Audi in Shanghai ein weiteres Showcar im neuen Design, das mit dem nächsten A8 ab 2017 in Serie gehen wird. Bitte Platz nehmen in der neuen Audi-Welt.

 

19.04.2015 Uli Baumann, Jens Katemann

Es scheint fast so, als dekliniere Audi-Chefdesigner Marc Lichte nun von Messe zu Messe die Audi-Palette in Form von Showcars durch. Diesmal also ein Allroad, jener höher gelegte A6 Avant mit Schlechtwege-Fahrwerk und natürlich Quattro-Antrieb.

Digitales Kombi-Instrumente im Audi Prologue Allroad Avant

Im Cockpit ändert sich im Vergleich zum Prologue Avant vom Genfer Autosalon im März praktisch nichts. Es bleibt beim neuen Touchscreen vor dem Automatik-Wählhebel, der die Kombination aus Dreh-Drücksteller und Touchpad künftig ersetzen wird. Er fährt beim Starten automatisch hoch, wirkt in Shanghai übrigens schon sehr seriennah. Der Fahrer bekommt die wichtigsten Infos über das digitale Kombiinstrument, weitere Displays erstrecken sich in Höhe des Lenkrades horizontal quer durch das Cockpit bis zur Beifahrertür. Das Zentraldisplay wird je nach zukünftigem Modell noch fahrerorientierter sein - zum Beispiel beim nächsten A7.

Wird das Cockpit des nächsten A8 tatsächlich so klar und ohne Knöpfe gestaltet? Ja! Außerdem gibt es keine sichtbaren Luftausströmer mehr. Chefdesigner Marc Lichte definiert diese Reduzierung in Kombination mit den hochwertigen Materialien als Teil einer neuen Definition von Premium. Auffällig: Neben unterschiedlichen Ledersorten finden sich auch zahlreiche Aluminiumelemente, die glänzend poliert sowie matt gebürstet sind.

Wuchtiger Auftritt des Schwergewichts

Und von außen? Auf seinen 22-Zoll-Rädern steht der 77 mm höher gelegte Allroad noch wuchtiger dar als der Prologue Avant aus Genf, den er um zwei Zentimeter in der Länge übertrifft. Auffällig ist die doch sehr flach verlaufende D-Säule, die normalerweise Kofferraumvolumen kostet. In der Serie wird sie dennoch nicht steiler verlaufen. Lichte sorgt durch eine leichte Verlängerung dafür, dass im künftigen A6 Avant genauso viel rein passt wie bisher. Anders als Mercedes, die mit dem eher nutzwertigen E-Klasse T-Modell und dem Lifestyle-Kombi CLS Shooting Brake auf zwei Karosserieformen setzen, bleibt Audi in dem Segment bei nur einem Kombi. Er soll Nutzwert und ein flaches Heck verbinden.

Der Zustieg im Prologue Allroad gelingt dank der Höherlegung sehr bequem, auch auf den beiden hinteren Einzelsitzen ist der Wohlfühlfaktor hoch. Ausreichend Bein- und Kopffreiheit versprechen den Fondspassagieren eine angenehme Reise, bei der sie sich dank zwei eigenen Tablets individuell unterhalten lassen können. Auf das Raumangebot keinen Einfluss hat die Gestaltung der Radhäuser, die wie bei den anderen Prologue-Studien sowohl vorne wie hinten dicke Backen macht. Chefdesigner Lichte nennt das "Quattro sichtbar gemacht". Auch das Lichtdesign wurde weiterentwickelt. Die Frontscheinwerfer verfügen nun über eine dreidimensionale LED-Signatur.    

Natürlich wirkt bei einem Showcar noch alles etwas überzogen, aber die Richtung von Lichte wird mit dem Allroad noch etwas klarer. Man darf allerdings gespannt sein, wie die Kunden auf das Ende des Dreh-Drückstellers reagieren. Der neue Touchscreen ist zwar ergonomisch sehr gut integriert, dürfte aber vor allem für ältere Kunden gewöhnungsbedürftig sein. Angesichts des Siegeszuges von Smartphones mit Touchscreen scheint der Paradigmenwechsel aber nur konsequent.

Allroad bleibt weiter höhergelegter Avant

Mit einer Länge von 5,13 Meter überrragt der Audi Prologue Allroad zwar den aktuellen Allroad der A6-Baureihe deutlich, dennoch dürfte im Design der Studie schon viel Serienmodell stecken. Die Haube des auf dem Audi Prologue Avant aufbauenden Allroad zeigt sich langestreckt, die D-Säulen deutlich flacher angelegt als beim bisherigen Allroad, der auf dem A6 Avant aufbaut.

Geblieben sind aber die typischen Allroad-Insignien wie ein um 77 mm höhergelegtes Fahrwerk sowie Kunststoffbeplankungen an den Seitenschwellern und den Radhauskanten. Unter den ausgestellten Radläufen drehen sich 22 Zoll große Leichtmetallräder im Fünf-Speichen-Design. dahinter verzögert eine Kohlefaser-Keramik-Bremsanlage.  Aluminium setzt in den Bereichen um die Fenster, an der Dachreling, den Außenspiegelgehäusen sowie an den Schürzen vorne und hinten Akzente. Aluminium-Querstreben dominieren auch im typischen Single-Frame-Kühlergrill. Die Scheinwerfer arbeiten mit Laser-technologie. Die weitere Lichtsignatur wird durch L-förmige LED-Lichtleisten an den Lufteinlässen charakterisiert. Türen und sonstige Lade- und Tankklappen öffnen sensorgesteuert.

Das Heck setzt sich mit einem durchgehenden LED-Lichtband sowie integrierten Auspuffendrohren in Szene. unter der flach liegenden Heckscheibe dürfte Ladevolumen nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Audi Prologue Allroad mit 743 PS-Systemleistung

Die Innenraumgestaltung des Audi Prologue Allroad wurde vom Prologue Avant übernommen. Analog finden sich im Allroad die breite Anzeigefläche sowie drei Touchscreens. Die Fondpassagiere dürfen sich zudem über ein eigenes Steuerdisplay sowie zwei Tablets zur Unterhaltung freuen.

Freude soll auch der Antriebsstrang bereiten. Im Audi Prologue Allroad wurde der Plig-in-Hybrid-Triebsatz wie folgt konfiguriert: der Vierliter-V8-Biturbo-Benziner leistet zusammen mit der ins Achtgang-Automatikgetriebe integrierten E-Maschine 734 PS und 900 Nm, die per Allradantrieb an alle vier Räder verteilt werden. In 3,5 Sekunden soll der Allroad damit die 100 km/h-Marke knacken können, der Verbrauch soll bei 2,4 Liter liegen. Die im Heck platzierte Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 14,1 kWh soll saft für 54 rein elektrisch gefahrene Kilometer bieten. Für Fahrkomfort soll eine Luftfederung sorgen, für Fahrdynamik eine mitlenkenden Hinterachse. In Sachen Batterieladung setzt der Audi Prologue Allroad auf Induktions-Technik.

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