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Audi Prologue auf der L.A. Auto Show

Das steckt wirklich in der A9-Coupé-Studie

Audi Prologue Foto: Newspress 67 Bilder

Audi präsentiert auf der L.A Auto Show 2014 ein Concept Car – den Prologue. Schulterzucken? Diesmal nicht. Das Coupé ist Design-Weckruf und Zukunftsvision. Wir erklären, was hinter der Studie steckt.

19.11.2014 Holger Wittich

Der Designer hinter dem Neuanfang

Design-Chef Marc Lichte ist der große Hoffnungsträger der Marke. Er zeichnet bereits für den VW Golf 7 und den neuen Passat verantwortlich. Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg hat ihn nach Ingolstadt geholt, damit er das Audi-Design auf Vordermann bringt. Es gilt nach den Jahren unter Wolfgang Egger, der zu Giugiaro abgeschoben wurde, als verwechselbar. Lichte möchte mehr Emotionen im Audi-Design, es muss "zeitlos" sein, "aber auch richtig progressiv".

Lichte will die Technik im Design erkennbar machen. Als Vorbild nennt er etwa den Audi 90 quattro IMSA GTO, der "Quattro" sichtbar gemacht habe, den ersten Audi A8, der perfekt in seinen Proportionen und zeitlos gewesen sei - und Leichtbau sichtbar gemacht habe. Auch der TT der ersten Generation gilt ihm als Inspiration, weil dieses Coupé für Lichte die Essenz von Audi ist.

Die zentralen Merkmale des Prologue-Design:

Die Front: Der Grill ist deutlich breiter und liegt tiefer als bei den aktuellen Modellen. Die Querstege sind mit Rautenmuster strukturiert. Die Scheinwerfer mit Laserlicht-Technik sind schmal und keilförmig, liegen etwas höher über dem Single-Frame-Grill. Die Motorhaube ist auffällig: Zwei Sicken führen zum Audi-Logo.

Die Seitenansicht: Die Radkästen unterbrechen die tiefer gelegte Schulterlinie im oberen Bereich. Dadurch entsteht eine dynamische Linienführung, unterstrichen durch tiefe Hohlkehlen im unteren Türbereich und nach innen gewandte Schweller. Die C-Säule fällt kräftig aus, beherbergt versteckt den Tankdeckel, die nicht sichtbare B-Säule gibt dem Fensterband eine coupéhafte Leichtigkeit. Dazu passend fehlen Türgriffe - die Türen öffnen elektromechanisch nach Berührung einer Sensorfläche.

In Anlehnung an den Ur-Quattro sind die Radhäuser kräftig ausgestellt, ohne dabei übertrieben zu wirken. 22 Zoll großen Leichtmetallfelgen im Y-Look mit 285/30-Reifen finden hier gut Platz. Der Audi A9 Prologue ist 1,95 Meter breit, 5,10 Meter lang und 1,39 Meter hoch, der Radstand liegt bei 2,94 Metern.

Audi Prologue
Audi A9 Prologue auf der L.A. Autoshow 58 Sek.

Das Heck: Weiterentwicklung des A7 Sportbacks. Heck neigt sich gen Fahrtrichtung, die Kante des Kofferraumdeckels ist als Spoiler ausgeführt und die Heckscheibe wölbt sich nach innen. Den optischen Abschluss bildet eine LED-3D-Heckleuchtenleiste, die sich über die gesamte Breite des Audi A9 zieht. Eine in die Schürze integrierte Spange bildet Auspuffendrohre und Diffusor zugleich.

Die Technik:

Der Audi Prologue hat natürlich Allradantrieb, aber auch -lenkung. Die hinteren Räder schlagen bis zu 5 Grad ein. Der 4,0-Liter-TFSI stammt unter anderem aus dem Audi A8, leistet im Audi Prologue jedoch 605 PS. Als maximales Drehmoment stehen 700 Nm – per Overboost für 15 Sekunden sogar 750 Nm bereit. Gangwechsel besorgt die ZF-8-Gang-Automatik. In 3,7 Sekunden soll die 1.980 kg schwere Coupéstudie auf 100 km/h spurten. Den Verbrauch gibt Audi mit 8,6 Liter pro 100 Kilometer an. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 199 Gramm pro Kilometer. Ebenfalls an Bord: Luftfederung mit geregelter Dämpfung und 20 Zoll Bremsscheiben mit Sechskolbenfestsätteln.

Die Innenraum-Highlights des Audi Prologue:

Durchgehender Armaturenträger im Retrolook mit zweispeichigem Lenkrad. Die Flächen für Anzeigen und die Bedienung sind in der Instrumententafel und in der Mittelkonsole integriert. Ein fahrerorientiertes Display ist für die Steuerung von Licht und Assistenzsystemen zuständig, rechts neben dem Lenkrad befindet sich das Display für die Mediensteuerung. Vor dem Beifahrer ist der dritte Touchscreen untergebracht, mit dem er die Entertainmentfunktionen steuert. Per Wischbewegung können zum Beispiel Routeninfos ins Virtual Cockpit des Fahrers weitergegeben werden. Die Cockpit-Grafiken werden auf drei Ebenen angezeigt.

In der Mittelkonsole gibt es ein weiteres Display für die Klimatisierung, die Schrifteingabe und weitere Fahrzeugeinstellungen. Dieses Display besteht aus dünner und flexibler OLED-Folie. Im Ruhezustand liegt es flach, startet der Fahrer das Auto, richtet sich das Display auf. Auch der Shift-by-Wire-Hebel ist in die breite Mittelkonsole integriert.

Eine Butler-Software erkennt anhand seines Smartphones den Fahrer und stellt die Sitze und die Klimaanlage ein, Musik- oder Routenvorlieben kennt der Audi-Butler ebenfalls. Leder und Aluelemente setzen Akzente im Innenraum.

Studie oder konkrete Zukunft – was ist der Audi Prologue?

Der Audi Prologue zeigt konkret das Design des kommenden Audi A8. Bis zur B-Säule. Proportionen und Front dürften auch für die Nachfolger A7 und A6 stilbildend sein. Die Positionierung von Scheinwerfern und Grill können wir schon beim neuen Audi A4 erwarten. Die ausgestellten Radkästen sind für künftige Modelle der Marke gesetzt, ebenso der breite Grill.

Der 4,0-Liter-TFSI ist ohnehin recht konkret, ob 605 PS wie bei der Studie das neue Maß der Dinge werden, darf allerdings bezweifelt werden. Die Allradlenkung dürfte hingegen im Im oberen Fahrzeug-Segment Standard werden.

Der Innenraum zeigt einige Elemente für eine mögliche Serienumsetzung. Das OLED-Thema ist realistisch, die vielen Displays könnten in der gezeigten Form zu teuer sein. Ein Fragezeichen steht außerdem hinter dem sehr zurück genommenen Design des Armaturenträgers.

Und was wird aus einem Audi Oberklasse-Coupé? Mit dem A9 hat Audi gezeigt, was möglich ist. Und auch die BMW-Konkurrenz hatte mit dem Vision Future Luxury bereits einen Ausblick auf ein Oberklasse-Coupé gegeben. Bislang bietet einzig Mercedes mit dem S-Klasse Coupé ein entsprechendes reales Modell im Premium-Segment an. Das ist sicher eher ein Argument für als gegen ein Audi-Oberklasse-Coupé, das unter dem Namen Audi A9 firmieren könnte.

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Der Audi Prologue zeigt das neue Audi-Design. Welche Schulnote hat Marc Lichte für sein Design-Konzept verdient?
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