Bis zum Jahr 2015 peilt Audi einen Absatz von 1,5 Millionen Autos im Jahr an. "Dann werden wir um ein weiteres Werk nicht herumkommen", sagte Stadler. Die USA seien dabei aber nur eine mögliche Option.
Falls die Ingolstädter VW-Tochter das Werk in den USA baue, sei nicht der schwache Dollar der Grund, betonte Stadler. Vielmehr werde damit eine langfristige Strategie verfolgt. Motoren und Getriebe müssten dann aber auch in den USA produziert werden, anders ergebe eine lokale Produktion keinen Sinn, erklärte der Manager. Bei den Zielen setzt der Audi-Chef nach eigenen Worten auch auf eine Zusammenarbeit mit dem VW-Konzern.
"Dass wir in den USA derzeit noch das eine oder andere abzuarbeiten haben, steht außer Frage", räumte Stadler ein. Autohersteller wie Volkswagen, Daimler oder BMW verkaufen derzeit in den USA deutlich mehr Fahrzeuge als Audi. Im US-Markt sei der Autobauer momentan noch in einer Wartestellung, sagte der Automanager.
Bedingung für den Bau eines Werks in den USA sei, dass auch ein Großteil der Fahrzeuge in den USA verkauft werden, sagte der Vorstandschef. Er nannte dabei eine Größenordnung von 150.000 Fahrzeugen. Im laufenden Jahr will Audi in den USA erstmals mehr als 100.000 Autos verkaufen. 2015 sollen es dann 200.000 sein. Um das Ziel zu erreichen, will Audi sein Händlernetz in den USA deutlich ausbauen.
Audi prüft US-Werk mit VW
Audi prüft bis Mitte 2009 den Bau eines neuen Werks in den USA. Die endgültige Entscheidung werde voraussichtlich in "gut einem Jahr" getroffen, sagte Audi-Chef Rupert Stadler am Donnerstagabend (17.4.) im Stuttgarter Presseclub.
Autor: dpa



