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Audi Q8 Sport Concept (2017)

SUV-Coupé-Studie als RS Q8-Modell

Audi Q8 Sport Concept Foto: Guido ten Brink/SB-Medien 57 Bilder

Audi hatte bereits Anfang des Jahres mit dem Audi Q8 Concept einen Ausblick auf das SUV-Coupé der Marke gegeben. Nun, auf dem Genfer Autosalon, zeigen die Ingolstädter mit dem Q8 Sport Concept eine Power-Version. Die soll den künftigen Audi RS Q8 abbilden.

07.03.2017 Holger Wittich, Uli Baumann 15 Kommentare Powered by

Was zählt, ist unter der Haube: Das gilt natürlich auch für Studien, die den Begriff Sport in der Typenbezeichung tragen und die mit Schlagworten wie „Performance“, „Dynamik“ und “Kraftpaket“ belegt werden.

So trägt der RS Q8 als Studie den 3,0 Liter fassenden TFSI-Sechszylinder-Motor (450 PS) unter der Haube, der kombiniert mit einem elektrisch angetriebenen Verdichter und einem Mild-Hybrid-Antriebsstrang 476 System-PS leistet und ein maximales Drehmoment von 700 Nm bereitstellt. Ein 48-Volt-Bordnetz sorgt für die entsprechende Stromversorgung. Derart potent soll das Q8 Sport Concept in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten und maximal 275 Sachen laufen. Die Reichweite gibt Audi mit 1.200 Kilometern an.

Besonders stolz ist Audi auf die Rekuperationsleistung von 20 kW, die den Verbrauch im Vergleich zu einem konventionellen Sechszylindermotor um einen Liter Kraftstoff reduziert. Die 17,9 kWh große Lithium-Ionen-Batterie ist im Kofferraum untergebracht und ermöglicht im Stop-and-Go-Verkehr das rein elektrische Fahren. Je nach Verkehrssituation kann der Audi RS Q8 segeln, boosten oder rekuperieren. Darüber hinaus versorgen Infos aus dem Navigationssystem und den Car-to-X-Diensten den prädiktiven Effizienzassistenten, der den Fahrer zusätzlich und serienmäßig in Sachen Verbrauchsoptimierung unterstützt.

Neben einem permanenten Allradantrieb verfügt die Studie über das Luftfeder-Fahrwerk des Audi Q7, das sich in fünf Stufen höhenverstellen lässt. Den Kontakt zur Straße halten 23 Zoll große Leichtmetallräder, die mit Reifen der Größe 305/35 bezogen sind. Dahinter scheinen die 20 Zoll großen Bremsscheiben der Keramik-Bremsanlage durch.

Ansonsten orientiert sich die Studie Q8 Sport Concept an der Studie Q8 Concept. In der durften wir auf der Detroit Motor Show Anfang 2017 schon einmal Platz nehmen.

Audi Q8 Concept
45 Sek.
Audi Q8 ConceptFoto: Gregor Hebermehl
Der Audi Q8 Concept kommt der Serienversion schon sehr nahe.

Audi Q8 wird 2018 auf den Markt kommen

Der neue Audi Q8 baut auf der Plattform des neuen Audi Q7 auf und wird in etwa die gleichen Dimensionen wie der Fullsize-SUV aufweisen (5,02 Meter lang, 2,04 Meter breit und 1,70 Meter hoch). Allerdings verfügt der Audi Q8 nur über zwei Einzelsitze hinten – er kommt also als reiner Viersitzer. Besonders für die Märkte in China, dem Mittleren Osten und den USA soll der Audi Q8 interessant sein.

Gegenüber dem Plattform-Spender Q7 wurde die Dachlinie abgesenkt. Dazu gibt es eine extrem flache und zugleich sehr breite C-Säule sowie die stark ausgestellte Schultern über den Rädern. Die Front der Studie trägt einen achteckigen Singleframegrill, der erheblich breiter ausfällt, als bei den aktuellen Serienmodellen von Audi. Das Q8 Concept trägt einen extrem breiten Grill und sich zur Mitte hin verjüngenden Scheinwerfer.

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Audi Q8 Concept Sitzprobe

Schöne Überraschung: Beim Q8 Concept ist es Audi gelungen, richtig viel Auto gut zu proportionieren und zu verpacken. Die Studie ist zu 85 Prozent Serie – viele Änderungen wird es bis zum Marktstart in der ersten Hälfte 2018 nicht mehr geben.

Der Grill ist achteckig – wie jetzt bei allen SUV-Grills von Audi. Jede Ecke hat einen logischen Anknüpfungspunkt in der Karosserie. Und die Single-Frame-Ausführung gehört jetzt schon traditionell zu Audi und wird auch in Zukunft beibehalten. „Den Single-Frame haben wir jetzt für die nächsten 100 Jahre“, sagt Andreas Mindt, Leiter Audi Design Exterieur, scherzhaft. In den schwarzen B-Säulen leuchtet ein kleines Audi-Logo – wer es berührt, dem öffnet die entsprechende Tür automatisch. Dieses Feature wird wohl nicht sofort in Serie gehen, alleine schon, weil sich die Feuerwehr einen zuverlässigen mechanischen Öffnungsmechanismus wünscht, um im Falle eines Unfalls leichter in den Innenraum gelangen zu können.

23-Zöller fürs Serienmodell

Auffällig: Die gigantischen Räder. Die 23-Zoll-Walzen sollen später optional angeboten werden. Besonders über den Hinterreifen fällt die auffällige Radlauf-Ausformung auf. „Wir sind stolz auf quattro und man soll die Allradfähigkeit sehen können“, so Mindt. Die Form stellte die Werkzeughersteller vor eine Herausforderung. Es ist schwierig, Aluminium mit so engen Winkeln so tief zu ziehen. Die Pressen überwachen den Tiefziehvorgang mit elektronischen Sensoren und ziehen bei Bedarf noch mal nach.

Das große durchgehende Leuchtband am Heck scheint im Autodesign der letzte Schrei zu sein. Bei Audi soll es helfen, die oberklassigen Fahrzeuge vom Rest der Modellpalette abzusetzen – und das Leuchtband bleibt nicht den SUVs vorbehalten.

Innen ist der Q8 Concept so schick wie außen. Cool: Der Mittelbildschirm ist nahtlos ins schwarz glänzende Armaturenbrett integriert und der rechte Arm des Fahrers ruht auf einer breiten Mittelarmlehne. Der Gangwahlhebel vor der Lehne lädt zum Ablegen des Handballens ein. Dann können die Finger der Fahrers ganz entspannt den Touchscreen, der leicht geneigt vor dem Wahlhebel angebracht ist, bedienen. Wirkt ganz so, als würde man hier selbst bei Bodenwellen nicht mit dem Bedienfinger verwackeln.

Gute Rundumsicht

Der Q8 Concept ist zwar flacher als ein Q7, aber auch 1,90 Meter große Personen haben noch jede Menge Luft über dem Kopf. Die mittig am Dachhimmel entlanggezogenen Haltegriffe sind ein Gimmick der Studie. Die Sitze sind straff gepolstert und machen Lust auf eine dynamische Runde um den Block – leider ist der Wagen in der Messehalle eingesperrt. Da die A-Säulen ziemlich aufrecht stehen und vergleichsweise schmal sind, ermöglichen sie eine gute Rundumsicht. Sie verdecken einen Winkel von nur 6,9 Grad, wie Andreas Mindt erklärt, – die Konkurrenz ist in dieser Disziplin teilweise mit neun Grad dabei.

Im Fond freut sich der 1,90-Mann nicht nur über die üppige Kopffreiheit, auch die Beine haben ordentlich Platz. Eine stylische Armlehne endet wiederum vor einem Touchscreen, mit dem sich die Fondpassagiere beschäftigen können.

Da der Serien-Q8 dem Concept sehr ähnlich sein wird, steht uns ein großer Wurf von Audi ins Haus. Die Designabteilung traut sich wieder was – super! Innen ist der Wagen unglaublich stylisch – davon bitte so viel wie möglich in die Serie retten! Und wer schön ist, kann auch arbeiten: Der Q8 wird eine Anhängelast von 3,5 Tonnen vertragen.

Gregor Hebermehl

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Audi Q8 ConceptFoto: Newspress
Mit einem riesigen achteckigen Grill schiebt sich der Q8 in den Wind.

Audi Q8 mit 333 kW Systemleistung

Unter der Haube arbeitet ein 3,0-Liter TFSI, der eine Leistung von 333 PS und ein maximales Drehmoment von 500 Nm bereitstellt. Eine E-Maschine liefert zusätzlich 100 kW Leistung und 330 Nm. Der Elektromotor ist zusammen mit einer Trennkupplung in der Achtstufen-Automatik integriert. Die Systemleistung ergibt 330 kW und 700 Nm. Als Beschleunigungswert für das Audi Q8 Concept geben die Ingolstädter 5,4 Sekunden von Null auf 100 km/h an. Topspeed liegt bei 250 km/h. Der NEFZ-Verbrauch liegt bei 2,3 Liter pro 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß bei 53 Gramm CO2 pro Kilometer.

Die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 17,9 kWh ist beim Audi Q8 im Heck untergebracht und ermöglicht eine rein elektrische Reichweite von 60 Kilometern. Zusammen mit dem Benziner kommt das SUV-Coupé auf bis zu 1.000 Kilometer Reichweite. Hängt der Q8 an der Ladsäule, so soll er in zweieinhalb Stunden mit 7,2 kWh voll aufgeladen sein.

Audi Q8 ConceptFoto: Marcel Sommer
"Der Q8 Concept ist zwar flacher als ein Q7, aber auch 1,90 Meter große Personen haben noch jede Menge Luft über dem Kopf.", so Redakteur Gregor Hebermehl zum Neuen aus Ingolstadt.

Keramikbremse und Luftfederung in der Q8-Studie

Je nach Fahrsituation regelt das Hybridmanagement die Betriebszustände des Q8 flexibel. So liefert der „Prädiktive Effizienzassistent“ serienmäßig Streckendaten aus dem Navigationssystem und der Car-to-X-Dienste von Audi. Auch der Fahrer kann Einfluss nehmen. Drei Modi stehen ihm zur Verfügung: Im „Hybrid“-Modus entscheidet der Assistent weitgehend über die Art des Antriebs, Im „EV“-Modus ist der Q8 mit oberster Priorität elektrisch unterwegs und im Modus „Battery Hold“ spart der Q8 elektrische Enegrie für einen späteren Zeitpunkt.

In Sachen Fahrwerk verfügt der Q8 über eine Luftfederung mit geregelter Dämpfung – die Bodenfreiheit stellt das System in zwei Stufen mit 90 Millimeter Differenz ein. Die Kraft der Motoren leitet die Achtgang-Automatik permanent auf alle vier Räder. Die sind mit 23 Zoll großen Leichtmetallrädern mit Reifen der Dimension 305/35 bezogen. Dahinter verbergen sich Keramik-Bremsscheiben mit 20 Zoll Durchmesser.

Informationen und Befehle erfolgen beim Audi Q8 Concept in weiten Teilen über Touchscreens. Im, wie es Audi nennt, „kontakt-analogen Head-up-Display“ werden die wichtigsten Anzeige auf die Windschutzscheibe projiziert – so wird zum Beispiel ein Fahrtrichtungspfeil auf der Straße erscheinen. Das erweiterte digitale Cockpit nennt sich Virtuel Cockpit Future und verfügt über eine Auflösung von 1.920 x 720 Pixel. Damit sollen Grafiken detailreicher dargestellt werden. Im Auto-Anzeigemodus bietet der 12,3 Zoll große TFT-Bildschirm Platz für Karten, Listen und zusätzliche Informationen. Die Steuerrung des Infortainmentsystem, aber auch der Fahrzeugeinstellungen erfolgt über das MMI-Display.

Dank Hybrid auch Q9 möglich?

Bereits im Oktober 2014 hatte Audi-Chef Rupert Stadler im Interview mit auto motor und sport den Audi Q8, aber auch den noch größeren Audi Q9 für machbar gehalten, trotz der immer strenger werdenden CO2-Grenzwerte. „Es gibt technische Konzepte, mit denen sich das darstellen lässt“, sagte Stadler damals. „Wir sind überzeugt, dass wir mit der Plug-in-Technologie einen wichtigen Effizienztreiber haben. Der Premiumkunde bekommt die Leistung, die er möchte, kann aber in den Innenstädten temporär rein elektrisch und damit CO2-neutral fahren.“

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Neuester Kommentar

Heute kann man sich offensichtlich nur noch über die Reifengrösse positionieren. 23 Zoll na da denke ich dann mal an einen Reifenwechsel nach etwa 30000Km. Wem nützt die Dimension? Den Reifenfabrikanten! Dem Fahrer? Wohl kaum.

Curious 7. März 2017, 13:43 Uhr