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24h-Rennen Nürburgring 2008

Audi R8 mit sport auto bei den 24h-Nürburgring

Foto: Trienitz, Herzog

Bescherung findet bei sport auto immer Ende November auf der Motor Show in Essen statt. Dort wird traditionell verkündet, welche Lunte wir im nächsten Jahr beim 24h- Rennen zünden. Die Fans des Kultrennens vernahmen erfreut: Ein Audi R8 ist die Wahl für 2008.

21.01.2008 Marcus Schurig Powered by

"Ich kann das Ticken der Uhr jetzt laut und deutlich hören." Michael Düchting neigt als gebürtiger Ostwestfale zu Gleichmut und Gelassenheit, auch in Stresssituationen. Aber erst anlässlich der offiziellen Präsentation des sport auto 24h-Projektes auf der Motor Show in Essen begriff er so richtig, dass die nächsten sechs Monate kein Zuckerschlecken werden.

Denn Düchting - Kennern der Szene als Donkervoort -Importeur bekannt, aber auch als Rundenrekordhalter auf der Nordschleife - ist Dreh- und Angelpunkt des neuen sport auto-Projektes. Er war nicht nur Ideengeber; ihm obliegt im nächsten halben Jahr auch die Rolle als Teamchef und Organisationshäuptling.

Alles begann wie so oft im Leben mit einem Zufall. Düchting erstand auf dem freien Markt zwei Audi R8 und sein erster Gedanke lautete: Eigentlich müsste man den V8-Mittelmotor-Sportwagen aus Aluminium seiner wahren Bestimmung zuführen - Rennen fahren. Am besten gleich auf der Nordschleife.

Kaum war die Idee den sport auto-Jungs unterbreitet, ging es zügig vorwärts. Potenzielle Partner standen in der Warteschlange, als hätten sie auf nichts anderes gewartet, als einen Audi R8 im Renntrimm auf der Nordschleife zu unterstützen. "Das Echo war vom ersten Moment an schlichtweg phänomenal", betont Michael Düchting.

Das Konzept der sport auto-Projekte, beim Kultrennen auf der Nordschleife mit bisher noch nicht in den Eifelwäldern gesichteten den Fans einen Augenschmaus zu bieten, hat nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt. Seit 2000 konnte sport auto stets neue Hersteller mit ungewohnten Modellen an den Ring bringen. Beispielsweise das BMW Z3 M Coupé, der Honda NSX-GT aus der Japanischen GT-Serie und der Aston Martin Vantage N24.

Schon zwölf Partner aus der Zulieferindustrie

Zu Beginn schwebte allenfalls die Frage über dem Projekt, ob Audi sein Okay gibt. Ohne Duldung des Herstellers wäre eine Realisierung bei allem Enthusiasmus unmöglich. Die Antwort aus der Audi-Chefetage: Keine Unterstützung - aber Duldung. Seitdem nahm das Projekt hurtig Fahrt auf.

Der Kreis der Förderer und Unterstützer aus der Rennsportszene und der Zulieferindustrie ist mittlerweile auf zwölf Partner gewachsen. Hilfe kann Düchting gut gebrauchen, denn der Fahrzeug-Aufbau auf Basis des gestrippten Serienwagens hat bereits begonnen, und das bei einer in Insiderkreisen hoch geschätzten Adresse: Bei Heggemann autosport in Büren fliegen bereits die Schraubenschlüssel.

Die Arbeitsrichtung der nächsten Wochen wird vom Technikreglement des 24h- Rennens vorgegeben. "Der Audi R8 wird auf GT3-Basis nach dem Special-Reglement aufgebaut", erläutert Düchting. Damit ist sichergestellt, dass das Basiskonzept des Audi R8 einerseits nicht verwässert wird, aber gleichzeitig alle für den Rennsport notwendigen Modifikationen durchgeführt werden können.

Michael Düchting ist fest vom Erfolg des Projekts überzeugt, und seine Argumentation offenbart tiefe Kenntnisse im Motorsport: "Schau Dir die FIA GT-Meisterschaft an: Sowohl in der GT1- als auch in der GT2-Klasse dominieren die Autos mit Mittelmotorbauweise." Hatten wir schon erwähnt, dass unbändiger Optimismus ebenfalls ein Kennzeichen ostwestfälischer Herkunft ist?

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