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Audi R8

Vorstellung in Las Vegas

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Wie unbegrenzt sind die Möglichkeiten für den neuen Audi R8 in den USA, einem seiner wichtigsten Märkte? Die ersten Reaktionen von Autofans aus Las Vegas.

20.01.2007 Ralph Alex

Wir hatten kein gutes Gefühl, der R8 und ich, als der Rapper vor dem Bellagio-Hotel auf uns zukam. Sein Gesicht: finster. Die Figur: mit weniger als 10.000 Kilokalorien pro Tag nicht zu halten. Der Schmuck: dicke Silberketten überm schwarzen Kapuzenpulli, zum Abschleppen schwerer SUV gut geeignet. Und dann noch diese riesige weiße Sonnenbrille mit Chanel-Logo. Zweimal walzte er um den Audi herum, schob die Sonnenbrille nach oben, studierte die 24 Dioden des Tagfahrlichts und sagte: "Hm".

Als Nächstes - nach einer sehr langen Pause -, formulierte er einen vollständigen Satz: "Lee wird R8 fahren." Ist Lee ein Kumpel von ihm? Kopfschütteln, in Zeitlupe. "Ich bin Lee." Lee Bethae, 40 Jahre alt und kein Rapper, sondern der übergewichtige Boss einer Luxus-Mietwagenfirma in Vegas. Und R8-Fan, seit er ihn auf der Detroit Motor Show gesehen hat. "Ein Ferrari-Killer", sagte er zum Abschied und stieg in einen schwarzen Bentley Continental GT.

548 Dollar sind der durchschnittliche Spieleinsatz eines Casino-Besuchers in Las Vegas. An diesem Tag dürften es etwas weniger sein. Wo immer der R8 auch parkt, vergessen die Zocker das Zocken. Auch Reno aus Bosnien, der seit zwölf Jahren in Vegas arbeitet und BMW 325i fährt: "Davor hatte ich einen A4. Die Amis werden den R8 lieben, seine Form ist einmalig."

Fachkundiges Publikum

Zwei Chauffeure von Stretch-Limousinen stellen sich neben Reno. "Ein Spielzeug", sagen sie. "Aber ein tolles Spielzeug", antwortet Reno. Die uniformierten Kontrolleure an der Zahlstelle des Valley of Fire, draußen vor der Stadt, waren ahnungslos gewesen. Ihnen musste man erklären, dass dies der neue Audi ist - und Audi eine deutsche Company. "Wie viel Dollar?" fragten sie dann. Nach der Antwort "100.000" blieben weitere Fragen aus. 

>Aber hier, mitten in Vegas, ist viel fachkundiges Publikum unterwegs. Es kennt Audi, es hat vom R8 schon gehört. Und manche, wie der 30-jährige Werbemanager und Audi S8-Besitzer Osama Abdullah Bastaki aus Kuwait, haben sogar die technischen Daten des Sportwagens mit der spektakulären Optik im Kopf: "V8-Mittelmotor, 4,2 Liter Hubraum, 420 PS, 301 deutsche km/h Topspeed ..." 

Der R8 ist ein Superlativ. Er passt zu Las Vegas, wo die Superlative ohnehin Bürgerrechte genießen. 16 der 20 größten Hotels stehen hier und in den Casinos weit über 1.000 Spieltische und Zehntausende von Spielautomaten. An einem von ihnen strich ein 25-jähriger Ingenieur den höchsten Gewinn ein - 39.713.982 Dollar und 25 Cent. Nirgendwo heiraten so viele Paare wie in Las Vegas (128.250 pro Jahr)

Vegas ein gutes Pflaster

Auf dem Stratosphere Tower steht die höchste Achterbahn der Welt, im Mirage-Hotel der größte künstliche Vulkan und auf dem Luxor der stärkste Laserstrahl. Die Astronauten im Weltall können ihn mit bloßem Auge erkennen.

Für Audis ersten Sportwagen und schnellstes Serienmodell ist Vegas ein gutes Pflaster. Vor der New Yorker Börse wird er aber auch eine gute Figur machen. 

Oder in Los Angeles, wo der TV-Produzent und Las-Vegas-Tourist George Shamieh zu Hause ist. "Kennen Sie die Serie L.A. Heat? Die habe ich gemacht." In seiner Garage stehen: Ein Lexus LS 430, ein Mercedes CL - und ein Audi A8. "Meinen neuen A8 fahre ich am liebsten. Du hast immer das Gefühl, dass du nicht nur volle Kontrolle über das Auto hast, sondern auch über die Straße." Eines beunruhigt ihn denn doch: "Stimmt es, dass die erste Jahresproduktion von diesem Sportauto schon ausverkauft ist?" 

Mit Vollgas bis zum Ende der Baustelle

Der R8 und ich fahren hoch zum berühmten Hoover-Damm, 25 Meilen entfernt. Unsere Abschiedstour. Plötzlich eine Baustelle. Ein Arbeiter in gelber Leuchtweste senkt das Blechschild in seiner Hand. "Stop" steht darauf, in Großbuchstaben. Kein Auto kommt entgegen; trotzdem lässt er uns drei Minuten lang stehen, spricht immer wieder in sein Funkgerät.

In Minute Nummer vier kommt der Mann langsam näher. Er klopft ans Seitenfenster. "Sir", sagt er, "mein Kollege dort unten und ich, also, wir wollen den Sound Ihres Wagens hören. Würden Sie bitte mit Vollgas bis zum Ende der Baustelle fahren? Greg hat die Strecke jetzt komplett für Sie frei gemacht."


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