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Audi rettet VW-Gewinn

Foto: ams

Der Autobauer Audi fährt derzeit dank hoher Absatzzuwächse den Großteil der Gewinne des kriselnden VW-Konzerns ein. "Wir geben weiter Vollgas, so dass wir im Jahr 2006 voraussichtlich neue Rekordwerte erreichen werden", sagte Audi-Chef Martin Winterkorn am Mittwoch (22.2.) in Ingolstadt.

22.02.2006

Während bei der Konzernmutter Volkswagen tausende von Arbeitsplätzen auf der Kippe stehen, will Audi keine Stellen in Deutschland abbauen.

Im vergangenen Jahr steigerte Audi den Vorsteuergewinn um 15 Prozent auf gut 1,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der gesamte Volkswagen-Konzern kam im selben Zeitraum auf gut 1,7 Milliarden Euro. Der Überschuss ging bei Audi wegen einer höheren Steuerlast um fünf Prozent auf 824 Millionen Euro zurück. Der Umsatz legte um 8,5 Prozent auf 26,6 Milliarden Euro zu.

"In den letzten zehn Jahren ist es für Audi stetig bergauf gegangen", sagte Winterkorn. Der Absatz legte 2005 um 7,5 Prozent auf erstmals 829.109 Auslieferungen zu. In diesem Jahr rechnet Winterkorn unter anderem wegen der Einführung des geländegängigen Q7 mit dem elften Absatzrekord in Folge. Die mittel- und langfristigen Ziele bekräftigte Winterkorn. "Schon Ende 2008 wollen wir die magische Grenze von einer Million verkauften Fahrzeugen erreichen." Dies solle aber nur eine Zwischenetappe sein. Bis 2015 soll der Absatz auf mindestens 1,4 Millionen verkaufte Autos steigen.

Auf diesem Weg sollen bei Audi die Arbeitsplätze in Deutschland gesichert werden. "Durch unsere Wachstumsstrategie wollen wir die Zahl der Beschäftigten halten", sagte Winterkorn. Das Unternehmen stehe fest zum Standort Deutschland. "45.000 hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter machen unseren Erfolg möglich." Bei der Konzernmutter Volkswagen stehen tausende von Arbeitsplätzen in Deutschland auf der Kippe. Zu Details der weiteren Kooperation mit Porsche nach dem Einstieg des Sportwagenbauers bei Volkswagen und zur Sanierung von Seat wollte sich Winterkorn nicht äußern.

Handlungsbedarf sieht Audi vor allem in einigen Auslandsmärkten. "In den USA besteht noch großes Potenzial", sagte Winterkorn. Der nordamerikanische Vertrieb müsse ausgebaut werden. Audi of America solle in diesem Jahr die Gewinnschwelle erreichen.

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