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Audi S4

Kompressor macht Druck

Foto: Audi 20 Bilder

Mit dem neuen S4 setzt Audi dem allgemeinen Spar- und Ökotrend auf dem Pariser Automobil Salon einen potenten Mittelklasse-Sportler entgegen. Dank moderner Motorentechnik ist der 333 PS starke Viertürer jedoch alles andere als eine Spritschleuder.

23.09.2008 Tobias Grüner Powered by

Gegen den aktuellen Trend lässt Audi mit dem S4 wieder die Muskeln spielen. Der Standardsprint der Limousine ist innerhalb von 5,1 Sekunden (Avant: 5,2 Sekunden) abgespult, bei 250 km/h wird der Vortrieb weit vor dem theoretisch Möglichen elektronisch eingebremst. Obwohl das neue Spitzenmodell der A4-Baureihe bei Hubraum und Zylinderanzahl abgespeckt hat, liegt er von den Fahrleistungen über dem Niveau seines bulligen V8-Vorgängers.

Verbrauch bleibt im Rahmen

Das Geheimnis liegt in der Kompressor-Aufladung, die dem neu entwickelten Dreiliter-V6 Direkteinspritzer im S4 tatkräftig unter die Arme greift. Besonders positiv soll sich der Aggregatswechsel an der Tankstelle bemerkbar machen: Mit einem Verbrauch von 9,7 Liter (Avant: 9,9 Liter) auf 100 Kilometer genehmigt sich der aktuelle S4 26 Prozent weniger Super Plus als sein Vorgänger, so dass der Fahrer das Hubraum-Downsizing vor allem im Geldbeutel spürt.

Auch getriebeseitig haben die Ingolstädter Ingenieure ihre Hausaufgaben gemacht: Ein automatisches Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe - mit manueller Eingreifmöglichkeit über Schaltwippen am Lenkrad oder über den Schaltknauf - zählt zu den technischen Raffinessen. Und sollte der S4 trotz Quattro-Antrieb doch einmal drohen, den Grip zu verlieren, verteilt ein aktives Sportdifferenzial das maximale Drehmoment von 440 Nm variabel zwischen den Hinterrädern. Das Verlagern der Kraft auf das kurvenäußere Rad soll sich für den Fahrer vor allem im vermindertem Lenkaufwand und höherer Dynamik bemerkbar machen.

Sportliche Optik

Auch die Fahrwerksabstimmung der S-Modelle ist gegenüber der Serienversion deutlich auf Dynamik und Sportlichkeit getrimmt. Die serienmäßigen 18 Zöller sitzen 20 Millimeter tiefer im Radhaus, straffere Dämpfer sorgen für verminderte Wankbewegungen der Karosserie. Der Fahrer kann darüber hinaus auf Knopfdruck die Charakteristik der Gasannahme, der Schaltpunkte und der Lenkung nach persönlicher Vorliebe in drei Stufen (Comfort, Auto und Dynamic) verstellen. Begleitet werden die Elektronik-Assistenten vom serienmäßigen ESP.

Neben aller Sportlichkeit unterm Bleckkleid macht der neue S4 sein Potenzial natürlich auch nach außen sichtbar. Muskulöse Schürzen und Schweller, die bekannten Außenspiegel in Aluminium-Optik, ein kleiner Spoiler auf dem Heckdeckel sowie die vierflutige Auspuffanlage verstecken die Leistung nicht gerade dezent. Auch im Innenraum mit viel Leder, Aluminium und auf Wunsch auch Carbon zeigt der S4 eine sportliche Note.

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