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Preise Audi S4 (B9) für 2016

354-Turbo-PS ab 59.300 Euro

IAA 2015, Audi S4 Sitzprobe Gerd 31 Bilder

Auf den Pressetagen der IAA – und nur da – hatte Audi die erste Sportvariante des A4 gezeigt. Der S4 hat jetzt einen Turbolader statt eines Kompressors und trägt diesen im V des 6-Zylinders mit 354 PS. Das lässt auf leckere Technik für den RS4 schließen. Jetzt kommt der S4 in den Handel zu Preisen ab 59.300 Euro

24.02.2016 Gerd Stegmaier Powered by

Bevor Audi die A4-Baureihe mit einem RS4-Modell krönt, darf der S4 die sportlich ambitionierten Kunden bedienen. Beide Sportmodelle sollen bei der neuen Generation des A4 (B9) deutlich früher im Modellzyklus der Baureihe an den Start rollen als bislang. Trotzdem: Auf den RS4 müssen die Fans noch bis 2017 warten. Der S4 rollt im Frühjahr 2016 als Limousine und Avant zu den Kunden. Die Preise für die heiße Limousine starten bei 59.300 Euro, der Audi S4 Avant ist ab 61.150 Euro zu haben.

09/2015, Audi S4 LimousineFoto: Audi
Der neue S4 setzt auf Turbotechnik statt Kompressor.

Audi S4 (2016) optisch nah an S-Line

Optisch bleibt der 354-PS-Bolide recht dezent. Wenig unterscheidet ihn von einem neuen A4 mit S-Line-Paket: Klar, die Außenspiegelgehäuse haben Aluminiumoptik, auf dem Kofferraumdeckel sitzt eine Spoilerlippe, die Heckschürze ist minimal anders, vor allem hat der Diffusor darunter klar erkennbare Stege und daneben ragen beidseitig zwei Endrohre der doppelflutigen Abgasanlage hervor, deren Durchmesser näher an eine halbvolle als an eine leere Clopapierrolle heranreicht. Und der Kühlergrill trägt doppelte Chromstreifen statt der umfassenden Chromspangen beim S-Line-Modell daneben. Das dürfte es aber gewesen sein. Innen blickt der Fahrer auf das beim S4 serienmäßige Digital-Display, das wie beim R8 auch sportlich konfigurierbar ist – dann prangt in der Mitte ein ganz großer Drehzahlmesser.

Auch erkennbar: Das Fahrwerk der S4-Modelle legt die Karosse um 23 mm tiefer und auf Wunsch stecken 19-Zoll-Räder an den Achsenden (Serie: 18-Zoll-Felgen mit 245/40er Reifen). Optional gibt es außerdem adaptive Dämpfer, eine Dynamiklenkung und ein Sperrdifferenzial für die Hinterachse.

Audi S4 jetzt mit Turbo statt Kompressor

Das Spannendste findet sich natürlich unter Haube: Der neue, wieder drei Liter große V6, wird jetzt nicht mehr vom wenig effizienten Kompressor zwangsbeatmet, sondern von einem Mono-Turbolader. V6 mit nur einem Turbo? Das geht in der Tat – am besten wenn nicht wie lange Jahre üblich, die Ansaugseite der Zylinderbänke im V des Motors liegt, sondern die (heiße) Abgasseite. Das ist thermisch zwar eine Herausforderung, erlaubt aber die Führung der Krümmer so, dass alle Rohre mit kurzen Wegen auf dieselbe Turbine zulaufen. Oder wahlweise die Sortierung der Abgasströme der einzelnen Zylinder so, dass sie sich nicht gegenseitig den Druck mindern. BMW hat das mit einem so genannten Twin-Scroll-Lader als erstes beim V8 des X6 M bzw. des aktuellen M5 realisiert.

Damit lässt sich die Leistung schön nach oben skalieren. Gut denkbar, dass eine ähnliche Technik dann beim RS4 zum Einsatz kommt, um die 450 PS des Vorgängers mit Hochdrehzahl-V8 zu übertreffen – es sei denn, Audi hat 2017 schon den elektrischen Lader serienreif. So oder so: Ein neuer Turbo-RS4 dürfte locker das Potenzial haben, auch den legendären Biturbo-V6 der B5-Baureihe vergessen zu machen – selbst die 500-PS-Marke muss keine unüberwindliche Schranke bleiben.

Audi S4 – Druck trifft auf Traktion

Beim Drehmoment sind die 500 sicher kein Thema. 500 Nm (60 mehr als der Vorgänger und 70 (!) mehr als der RS4 mit V8) schafft schon der S4. Und zwar knapp über Leerlaufdrehzahl (ab 1300 U/min). Da macht doch der Allradantrieb richtig Sinn! Entsprechend schnell beschleunigt die immerhin 1.630 Kilogramm schwere Limousine (Avant 1.675 kg): In 4,7 Sekunden soll der neue S4 auf 100 km/h hechten (Vorgänger: 5,0 s). Die Höchstgeschwindigkeit ist wie üblich bei 250 km/h abgeregelt.

Dass die Leistung des Direkteinspritzers im S4 nur moderat anstieg (354 statt 333 PS), zeugt eher vom Potenzial, das noch in dem Turbomotor steckt: Der Kompressor im alten S4 verbrauchte bei Höchstdrehzahl allein 20 kW Antriebsleistung. Drum ist das neue Motorkonzept auch sparsamer: Den Normverbrauch gibt Audi mit 7,4 Litern auf 100 Kilometer an, beim Vorgänger waren es selbst im wenig fordernden Messzyklus 7,7 Liter.

Audi S4 künftig mit ZF-8-Gang-Automatik

Auch beim Getriebe ändert sich die Technik: Geschaltet wird künftig per Achtgang-Automatik. Für ein S-Modell laut Audi sportlich genug; Dank der Start-Stopp-Technik brauchen die Wandlerautomaten richtig Druck in der Schalthydraulik, so dass die Schaltzeiten schön kurz sind. Für den RS4 könnte man sich aber sicher eine sportlichere Schaltung vorstellen, so ein Audi-Sprecher. Es gebe ja ein Doppelkupplungsgetriebe, das im R8 beispielsweise prima funktioniere.

Fazit:

Mit dem neuen S4 beseitigt Audi den Geburtsfehler Kompressor und stellt gleichzeitig auch den RS4 wieder auf Turbo-Technik um. Selbst wenn es um den Hochdrehzahl-V8 schade ist – zum Quattroantrieb passt die drehmomentstarke Turbotechnik ohnehin besser. Und für den RS4 dürfte sie besonders ausgefeilt werden – entweder mit mehr, geteilten oder elektrischen Ladern. Wermutstropfen: Die einstige Antriebsvielfalt im Segment der Sportlimousinen ist passé. Turbo rules, ob bei Alpina, BMW, Mercedes oder eben Audi. Nur Jaguar bleibt (noch) beim Kompressor.

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