Audi setzt auf Bluetooth

Audi will den Kabelsalat im Cockpit beenden und setzt deshalb auf die Bluetooth-Integration von Telefonen und mobilen Audioplayern. Mit der kabellosen Verbindung sollen Telefongespräche und Musik übertragen sowie die Menüführung und Verzeichnisse der Geräte ins Bediensystem des Fahrzeugs integriert werden.

Nachdem Audi bereits seit Anfang 2004 Bluetooth-Schnittstellen für Mobiltelefone anbietet, hat das Unternehmen jetzt zum Debüt des neuen Q7 im September auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt/Main erstmals ein reines Bluetooth-Autotelefon angekündigt. Dafür bekommt der Geländewagen nach Angaben des Audi-Managers Peter Kohlschmidt eine eigene Telefonanlage, die nicht mehr auf die Sende- und Empfangsleistung des Mobiltelefons angewiesen ist.

Das eigentliche Handy werde im Fahrzeug zum mobilen Kartenleser degradiert und könne in der Jackentasche oder im Aktenkoffer bleiben. Das Bluetooth-Autotelefon lese den Pincode und sämtliche Nummern aus dem Speicher des Handys aus und wickele alle Telefonate während der Fahrt über das eigene GSM-Modul und die Audioanlage des Wagens ab. Die Bedienung erfolgt nach Werksangaben per Spracheingabe, über das Multifunktionslenkrad und das Bediensystem MMI auf dem Mitteltunnel.

Auf die gleiche Weise will Audi auch mobile Audioplayer mit digitalen Musikformaten wie MP3 integrieren. Während bislang nur Lösungen für einzelne Geräte wie den iPod von Apple angeboten wurden, soll diese Lösung nach den Vorstellungen der Entwickler universell für fast alle Abspielgeräte funktionieren. Dafür werde gerade ein spezieller Übertragungsstandard entwickelt, der anders als bei Telefongesprächen eine Klangqualität wie von einer CD ermögliche.

Außerdem ließen sich mit entsprechenden Bluetooth-Protokollen auch die Bedienstruktur der Player sowie Titellisten und Archive ins Fahrzeug übertragen. Allerdings stehen der Einführung noch einige Hürden im Weg. So funktioniere zwar die Bluetooth-Integration der MP3-Player in Prototypen bereits recht gut, doch sei zum Beispiel die digitale Übertragung von Musiktiteln derzeit vom Urheberrecht noch nicht gedeckt, sagt Audi-Entwickler Kohlschmidt.

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dpa

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