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Audi setzt auf Leichtbau

GFK-Fahrwerksfeder geht in Serie

Audi Schraubenfedern aus GFK Foto: Audi 22 Bilder

Audi hat zusammen mit dem italienischen Zulieferer Sogefi Fahrwerksfedern aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) entwickelt. Diese sollen ab Herbst in ersten Serienmodellen verbaut werden.

30.06.2014 Uli Baumann

Die GFK-Fahrwerksfeder ist hellgrün, ihr Faserstrang ist dicker als der Draht herkömmlicher Stahlfedern, die Windungsanzahl geringer und der Außendurchmesser größer. Insgesamt soll die GFK-Fahrwerksfeder rund 40 % Gewicht gegenüber konventionellen Stahlfedern einsparen. Das eingesparte Gewicht ist zur Hälfte den ungefederten Massen zuzurechnen.

GFK-Federn sind robuster und leichter

Als Kern der Feder dienen lange, miteinander verdrillte Glasfasern, die mit Epoxidharz durchtränkt werden. Um diese, nur wenige Millimeter dicke "Seele", wickelt eine Maschine weitere Fasern, abwechselnd in +45-Grad- und -45-Grad-Winkel zur Längsrichtung. Diese Zug- und Drucklagen stützen sich gegenseitig; so können sie die Spannungen, die auf das Bauteil einwirken, optimal aufnehmen. Im letzten Produktionsschritt härtet der Rohling in einem Ofen bei Temperaturen von über 100 Grad Celsius aus.

Neben dem geringeren Gewicht bietet GFK als Werkstoff weitere Vorteile. Es ist frei von Korrosion, auch bei Steinschlag, und unempfindlich gegenüber Chemikalien wie Felgenreiniger. Zudem erfordert die Produktion sehr viel weniger Energie als die Fertigung von Stahlfedern.

Ihre Premiere feiern die neuen GFK-Federn ab Herbst im Audi A6.

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