Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Audi setzt auf Rotationsdämpfer

Spart Platz, bringt Komfort und liefert Strom

Rotationsdämpfer Audi Foto: Audi

Audi möchte die bisherigen hydraulischen Dämpfer ersetzen und reaktiviert dazu die alte Idee des Rotationsdämpfers, angereichert um neue Ideen.

10.08.2016 Uli Baumann 2 Kommentare

Rotationsdämpfer sind bestens für die kontrollierte Dämpfung von Drehbewegungen geeignet und in dieser Form schon lange bewährt. Audi will nun dieses Dämpfungsprinzip in einer elektromechanischen Form auf das Auto adaptieren.

Elektromotoren liefern die Dämpfung

Konventionelle Teleskopdämpfer benötigen viel Bauraum und lassen sich auch durch viel Technikeinsatz nur begrenzt regeln. Zudem hängen die Dämpfung von Zug- und Druckstufe wechselseitige voneinander ab. Auch hohe Temperaturen beeinflussen die Dämpfung. Audi verfolgt mit dem Rotationsdämpfer einen neuen alten Ansatz. Im Prinzip ist das von Audi eRot getaufte System ein Elektromotor mit Hebelarm, der die Bewegungen der Radträger aufnimmt.

Durch die elektrische Ansteuerung des Systems lassen sich so eine komfortabel-weich ausgelegte Dämpfung beim Einfedern mit einer straffen Zugstufe beim Ausfedern kombinieren. Das Dämpferkennfeld ist dabei über Software weitgehend frei definierbare.

Dämpfer können Strom generieren

Ein weiterer Vorteil ist die Geometrie des neuen Dämpfersystems. Die horizontal angeordneten E-Maschinen im Bereich der Hinterachse ersetzen die stehenden Teleskop-Stoßdämpfer – davon profitiert auch der Gepäckraum. Zudem können die kleinen E-Motoren die kinetische Energie während des Ein- und Ausfederns in Strom umwandeln. Dafür werden die Bewegungen des Radträgers von einem Hebelarm aufgenommen. Dieser überträgt die Bewegungen über ein Getriebe auf die E-Maschine, die sie in Strom umwandelt. Die Rekuperationsleistung beträgt im Testbetrieb auf deutschen Straßen im Mittel 100 bis 150 Watt – von drei Watt auf einer frisch asphaltierten Autobahn bis zu 613 Watt auf einer holprigen Nebenstraße. Im Kundenfahrbetrieb soll dies einer CO2-Ersparnis von bis zu drei Gramm pro Kilometer entsprechen.

Die neue eRot-Technologie setzt auf ein leistungsstarkes 48-Volt-Bordnetz. Ein Serieneinsatz der neue Dämpfertechnik ist für Audi durchaus vorstellbar. Einen Zeitplan nannten die Ingolstädter aber nicht.

Neuester Kommentar

Interessante Idee... wenn da nicht blöderweise noch die Federung zu beachten wäre. :)

Sofern weiter mit einer Schraubenfeder gearbeitet werden soll, ist der Bauraumgewinn wohl minimal bis negativ.
Wenn die Federung in das Rotationselement integriert werden soll, müsste dieses entweder dauerhaft elektrische Energie ver(sch)wenden um das Fahrzeug hoch zu halten oder im Falle einer Drehstabfederung weit zur Fahrzeugmitte wandern, um die Drehwinkel des Stabes gering zu halten. Anderenfalls würde der Stab halt sehr lang werden müssen.

Die Idee ist ein netter Gag seitens Audi, aber dieses Konzept wird sich nicht durchsetzen. - mal ganz unabhängig vom Konzernbaukasten

Zany 11. August 2016, 14:18 Uhr
Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden