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Audi Sport Quattro Concept

Leichtbau sichtbar machen

Audi Sport Quattro Concept, Priemer, Becker, Kandler Foto: Dino Eisele 16 Bilder

Der Blick nach innen zeigt bei der IAA-Studie Sport Quattro Concept ein betont sportliches Cockpit, bei dem die Designer viel Wert auf technische Präzision gelegt haben. Und der Rennwagencharakter kommt auch hier zum Ausdruck.

24.10.2013 Birgit Priemer

Leichtbau zählt zu den Kernkompetenzen der Marke Audi – und das nicht nur, wenn es um die Konstruktion von Fahrwerk, Motor und Karosserie geht. Die Idee der Leichtigkeit bewegt die Designer auch, wenn sie das Interieur eines Autos entwerfen.

Bestes Beispiel: der Audi Sport Quattro Concept, der als Studie auf der IAA gezeigt wurde. "Neben purer Sportlichkeit und technischer Präzision wollten wir auch einen funktionellen Leichtbau sichtbar machen", erläutert der Designer für die Interieur-Architektur, Christian Becker. "Leichtbau bedeutet aber nicht, dass man einfach etwas weglässt."

Schwereloses Cockpit im Audi Sport Quattro

Also muss das Cockpit einen schwebenden Eindruck erwecken und auch durch seine Carbon-Einlagen Schwerelosigkeit vermitteln. Alles konzentriert sich auf den Fahrer, denn der soll sich in dem 4,60 Meter langen Hybrid-Sportwagen mit 700 PS Systemleistung pudelwohl fühlen. So müssen auch die Sitze zugeschnitten sein, "als ob sie so exakt passen wie ein guter Skistiefel", erklärt Interieur-Designchef Enzo Rothfuss.

Klassische Anzeigeinstrumente gibt es nicht mehr – vor den Augen des Fahrers eröffnet sich eine voll digitalisierte Welt, in die er sich zum Beispiel den Verlauf berühmter Rennstrecken einspielen kann, die der alte Sport Quattro einst absolviert hat. In der Mittelkonsole befindet sich der MMI-Drehdrück-Steller als berührungsempfindliche Bedieneinheit, die auch haptisch Rückmeldung geben kann. Aber theoretisch, so Maximilian Kandler, Designer für das Interface im Interieur, "kann der Fahrer alles direkt vom Lenkrad aus bedienen". Das wirkt dann auch so, als ob es direkt einem Formel 1-Rennwagen entnommen worden wäre. Besonders auffällig ist der rote Start-Stopp-Knopf am rechten unteren Rand.

Alles in allem steckt in der Studie viel Detailarbeit, die sicher keine Leichtigkeit war. Aber der geschwungene Armaturenträger, der hohe Carbonanteil auch am Mitteltunnel und die präzise Linienführung vermitteln einem fast das Gefühl, in diesem Quattro zu schweben. Was angesichts des Beschleunigungspotenzials ja nicht ganz abwegig ist.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft