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Audi übernimmt Werk Brüssel

Foto: Volkswagen

Die VW-Tochter Audi übernimmt von der Konzernmutter die Verantwortung für das Brüsseler VW-Werk und hat sich mit den belgischen Gewerkschaften auf Eckpunkte zur Rettung des Standorts geeinigt.

13.03.2007

Die industrielle Führung werde im zweiten Quartal 2007 auf Audi übergehen, teilte das Unternehmen am Montagabend (12.3.) bei der Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung mit den belgischen Gewerkschaften in Ingolstadt mit. Ab Ende 2009 will Audi dann seinen neuen Kleinwagen in dem Werk bauen.

Start mit dem A3

In der Übergangszeit bis zum Start des neuen Audi-Modells sichert der VW-Konzern dem Werk ein Produktionsniveau von 84.000 Autos pro Jahr zu. Hierzu soll zunächst das Modell A3 auch in Brüssel vom Band rollen. Zunächst sind nur Montage und Lackierung geplant, später soll eine vollständige Produktion des Fahrzeuges folgen. Der zusätzliche Produktionsstandort gehe nicht zu Lasten der deutschen Standorte, unterstrich Audi-Chef Rupert Stadler. "Derzeit ist die Nachfrage nach dem Audi A3 so groß, dass wir bestrebt sind, so schnell wie möglich die neue Produktion zu installieren, um die Nachfrage befriedigen zu können." An den Arbeitsplatzzusagen für die deutsche Standorte halte Audi ausdrücklich fest.

Ziel sei es, mit der A3-Produktion in Brüssel nahtlos an den Abzug der Golf-Produktion anzuschließen, sagte Audi-Produktvorstand Frank Dreves. Die Produktion des Golf werde definitiv im Sommer auslaufen, sagte der Brüsseler VW-Werksleiter Norbert Steingräber. Erhalten bleibe dagegen die Polo-Produktion. Zusammen mit der neuen A3-Fertigung werde das verbleibende VW-Modell bis Ende 2009 das angestrebte Produktionsniveau sichern.

Fortsetzung mit dem A1

Für den neuen Audi-Kleinwagen, in den Medien A1 genannt, sei ein Produktionsvolumen in der "Größenordnung von etwa 100.000 Einheiten pro Jahr" angestrebt, sagte Stadler. Das neue Einstiegmodell, mit dem Audi vor allem gegen den BMW Mini antreten will, soll ausschließlich im Brüssel gebaut werden. Über den Namen des Fahrzeuges sei aber nach wie vor nicht entschieden, fügte Stadler hinzu.

Kostensenkung gegen Jobsicherung

Mit den Gewerkschaften vereinbarte Audi eine Senkung der Personalkosten im Brüsseler Werk um 20 Prozent. Einzelheiten sollen in einem Tarifvertrag geregelt werden, der bis 30. Juni abgeschlossen werden soll. Die Gewerkschaften hätten jedoch bereits zugestimmt, die Wochenarbeitszeit wie von Audi gefordert von derzeit 35 auf 38 Stunden anzuheben, sollte bis zum Ablauf der Frist keine tragfähige Alternative gefunden werden.

Im Gegenzug erhält Audi 2.200 der einst 5.400 Arbeitsplätze in dem Werk. Zudem sicherte Audi zu, dass das Lohnniveau auch in der Übergangszeit bis Ende 2009 nicht unter 90 Prozent des derzeitigen Niveaus sinken wird.

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