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Audi will CO2-Neutralität

Audi setzt auf Methangas und Öko-Strom

Audi A3 Gasantrieb Foto: Audi 18 Bilder

Weil auch der Treibstoff für "Öko-Modelle" nachhaltig hergestellt werden soll, startet Audi das Projekt Balanced Mobility.

13.05.2011

Dafür investiert der Hersteller nach eigenen Angaben einen "hohen zweistelligen Millionenbetrag" in einen Windpark vor der Nordseeküste. Er soll die Energie für die Produktion und den schadstofffreien Betrieb von Elektrofahrzeugen wie den A1 e-tron liefern und eine Anlage mit Energie versorgen, in der Wasserstoff für künftige Brennstoffzellen-Fahrzeuge hergestellt wird. Alternativ lasse sich daraus auch der Treibstoff Methan gewinnen.

Audi-Gas-Modell ab 2013

Methan ist chemisch identisch mit Erdgas und soll künftig ebenfalls als Kraftstoff genutzt werden: Audi will im Jahr 2013 die ersten Autos mit der Bezeichnung TCNG in den Handel bringen. Deren Motoren sind von den aktuellen Benzindirekteinspritzern abgeleitet und sollen mit dem neuen Kraftstoff laufen. Welche Fahrzeuge das konkret sein werden, ließ das Unternehmen noch offen. Allerdings hatte Entwicklungschef Michael Dick kürzlich eine Gasversion des nächsten A3 in Aussicht gestellt. Zum Projektstart hatte Audi außerdem einen aktuellen A3 als TCNG-Version präsentiert.
 
Der Strom aus Windkraft und das bei Audi e-Gas genannte Methan sollen bereits in der ersten Phase des Projekts für 2.500 Autos ausreichen. Mit einem Teil des Windstroms ließen sich dem Hersteller zufolge 1.000 A1 e-tron herstellen und rund 10.000 Kilometer pro Jahr betreiben. Mit dem e-Gas könnten 1.500 A3 TCNG jeweils 15.000 Kilometer im Jahr fahren.

Auch Mutterkonzern setzt auf Windkraft

Auch der Volkswagen-Konzern will sich nach Informationen der "Financial Times Deutschland" an Windpark-Projekten auf hoher See beteiligen. Gespräche darüber seien im Gange, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Windkraftbranche und VW. Eine Sprecherin des Autobauers bestätigte auf dpa-Anfrage das Interesse des Konzerns an Offshore-Windparks. Dies sei eine logische Folge des bisherigen Engagements. VW wolle führend im Bereich der effizienten individuellen Mobilität sein.
 
Volkswagen setze sich für die Umsetzung CO2-neutraler Mobilität auf Basis regenerativer Energieträger ein, teilte VW weiter mit. Daher seien alle Formen der nachhaltigen Energiegewinnung interessant, etwa Solaranlagen auf Werksdächern, Windkraftanlagen oder Wasserkraftwerke. Am Standort Emden steht eine der leistungsfähigsten Windkraftanlagen der Welt, ein Drittel des gesamten Bedarfs für die Passat-Fabrik wird dort aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt.

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