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Aus für Opel in Bochum

Gewerkschaften kündigen Widerstand an

Opel Werk Bochum Foto: Hersteller

Die IG Metall hat Widerstand gegen das angekündigte Aus der Autofertigung am Opel-Standort Bochum angekündigt.

11.12.2012 dpa

"Die IG Metall akzeptiert eine Schließung des Standortes Bochum nicht, das haben wir immer gesagt. Wenn Opel dort jetzt ersatzlos alle Produktionsarbeitsplätze abbauen will, ist das eine offene Kampfansage an uns", sagte Gewerkschaftschef Berthold Huber am Dienstag (11.12.2012) in Frankfurt.

GM muss Konzept vorlegen

Am Montag hatte Opel-Interimschef Thomas Sedran das Aus verkündet. Auf einer Belegschaftsversammlung sagte er: "2016 endet die Fertigung kompletter Fahrzeuge in Bochum."
 
Huber forderte von der US-Konzernmutter General Motors, endlich eine tragfähige Gesamtlösung für Opel in Deutschland vorzulegen, sonst gebe es einen offenen Konflikt: "Solange nichts auf dem Tisch liegt, leisten wir Gegenwehr."
 
Die Gewerkschaft verlange schnellstens konkrete Vorschläge statt vager Versprechungen, betonte Huber: "Wir verhandeln jetzt seit einem halben Jahr. Die Führung von GM ist nicht in der Lage, auch nur irgendeine konkrete Zahl vorzulegen, wie sie die Marke Opel wieder profitabel machen will." Diese Unternehmenspolitik schade den betroffenen Beschäftigten und zerstöre das Image der Marke Opel: "Damit muss Schluss sein."
 
Die IG Metall fordere den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen an allen deutschen Opel-Standorten und verlange dafür von GM einen ambitionierten Wachstumsplan für Opel: "GM muss in Entwicklung, Komponenten und Fahrzeugfertigung nachhaltig investieren - wie es andere Hersteller vormachen. Opel steht in der Pflicht, Arbeitsplätze an den deutschen Standorten zu sichern", sagte Huber. Dazu gehörten ausdrücklich die Arbeitsplätze in der Produktion.
 
Denn wenn Opel seinen Marktanteil von unter sechs Prozent in Europa nicht deutlich steigern könne, gerieten alle Standorte in Bedrängnis: "Das notwendige Wachstum gelingt nur, wenn die Produkte von Opel zu den Anforderungen auf dem europäischen Markt passen. Das heißt mehr Modelle, hochwertige Technik und niedriger Verbrauch", sagte der Gewerkschaftschef. GM müsse sich uneingeschränkt zu Opel als hochwertiger Volumenmarke im Konzernverbund bekennen: "Das bedeutet Investitionen in Milliardenhöhe. Nur so hat Opel eine Zukunft."

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