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Aus für Wolga

Chrysler kommt

Foto: Wolga

Der Autoklassiker Wolga, seit Jahrzehnten der Inbegriff des Dienstwagens russischer Beamter, soll in zwei Jahren Chrysler-Auslaufmodellen weichen.

18.04.2006

Der russische Milliardär Oleg Deripaska, dem der Wolga-Hersteller GAZ in Nischni Nowgorod gehört, habe in den USA Ausrüstung und Lizenzen für die Produktion der Modelle Chrysler Sebring und Dodge Stratus erworben, berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung "Wedomosti" am Montag (17.4.). Die US-Wagen sollen unter einer russischen Marke verkauft werden.

Das GAZ-Werk, das 150 Millionen US-Dollar (124 Mio Euro) in das Projekt investiere, wolle spätestens Anfang 2008 bis zu 65.000 Fahrzeuge beider Modelle im Jahr montieren. Daimler-Chrysler verkaufe zum ersten Mal komplett einen Betrieb und eine Lizenz für die Herstellung von Wagen ins Ausland, deren Montage in den USA eingestellt werde, schrieb das Blatt. Die Ausrüstung komme aus dem Werk Sterling Heights im US-Staat Michigan.

GAZ wolle mit Daimler-Chrysler auch einen mehrjährigen Vertrag für die Lieferung von Motoren aus dem mexikanischen Werk Saltillo unterzeichnen. In diesem Jahr sollen noch gut 50.000 Wolgas gebaut werden. Deripaska hatte schon länger Pläne, die Produktion der veralteten und reparaturanfälligen Wolga-Modelle einzustellen. Die Regierung in Moskau will die russische Autoindustrie, die unter dem steigenden Absatz westlicher Modelle leidet, unter dem Dach einer Staatsholding bündeln.

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