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Australien Safari

Die Nord-West-Passage

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5500 Kilometer durch den fünften Kontinent: 21 Autos und 86 Bikes erleben bei der 20. Australian Safari das Abenteuer pur. Startpunkt ist Kununurra ganz im Norden, das Ziel die Küstenstadt Perth im Südwesten

10.07.2008 Powered by

Die Erde ist so rot, dass man glaubt, sie wäre von einem Tennisplatz geklaut. Wo? In Westaustralien, mitten im Outback. Dorthin hat uns die Jubiläumsausgabe der Australian Safari verschlagen, zum ersten Mal übrigens. Die Rallye wird auch als Dakar Down-under bezeichnet und ist auf dem fünften Kontinent das Offroad-Ereignis des Jahres. An einem Freitagmorgen geht’s vor dem Rathaus von Kununurra los. Am Start: Amerikaner, Chinesen, Schweden, Japaner, Engländer. Selbst ein paar Verrückte aus Dubai und Papua Neuguinea wagen sich auf die neuntägige Tour.

Die meisten der Fahrer sind natürlich Australier - angeführt vom einheimischen Offroadhero John Hederics. Schon acht Mal hat der Bursche die Rallye gewonnen, sechs Mal davon auf dem Motorrad. Dieses Jahr sitzt er am Steuer eines Holden Rodeo V8. Wie viel PS der Pick-up unter der Haube hat, will er nicht sagen. Aber es sind wohl genug - vom ersten Tag an treibt er sein Gefährt unter den 4Wheelern am schnellsten über die Pisten.

Die Strecke führt zunächst an der Nordküste Westaustraliens entlang. Hier gibt es alles - von staubigen Sandstraßen, vorbei an Salzseen, bis hin zu so etwas wie geregelter Landwirtschaft. Letzteres ganz zum Pech vom zunächst führenden Motorradpiloten Ben Graham: Beim Versuch, eine Rinderherde zu umfahren, verpasst er das richtige Koppeltor und kommt weit vom eigentlichen Kurs ab. Am vierten Tag führt die Rallye von Port Hedland aus landeinwärts nach Newman. Die Stadt wurde erst 1960 gegründet und ist vom Erzbergbau geprägt. Was für ein Kontrast: moderne Minenanlagen mitten in der Wüstenlandschaft.

Die nächste Etappe führt nach Meekatharra, einer ehemaligen Goldgräberstadt. Den Namen gaben ihr Australiens Ureinwohner, die Aborigines. Er bedeutet Platz des kleinen Wassers. Vom früheren Glanz blieb nicht viel, das Gold ist längst alle. Bei den Vierradlern setzt sich Hederics mit seinem Copiloten John Williams weiter vom Feld ab, unter den Verfolgern liefern sich das Vater-und-Sohn-Team Denham auf einem Mitsubishi lange Zeit ein spannendes Duell mit den Safari-Oldies Owen und Cairns in ihrem schon betagten Nissan Patrol. Erst als den Denhams am sechsten Tag mitten im Outback auf dem Weg nach Leonora eine Antriebswelle bricht, zieht Owen vorbei auf Rang zwei.

Daran ändern auch die nächsten beiden Tage beim Ritt durch die westaustralische Wildnis über Kalgoorlie - dort wurde 1893 ebenfalls Gold entdeckt - und York nichts mehr. Am neunten Tag erreicht der Tross Perth. Dort, wo einem der salzige Geruch des Indischen Ozeans in die Nase steigt, endet die Rallye. Hederics feiert Sieg Nummer neun und meint locker: „Das erste Mal war es doch am schönsten.“ Wetten, dass er im  August seinen zehnten Sieg anpeilt?

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