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Austro Daimler Bergmeister Cabriolet von 1932

Familiengeschichte im Porsche Museum

Austro Daimler Bergmeister Wolfgang Porsche Foto: Porsche Archiv 14 Bilder

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Wolfgang Porsche kam mit einem wertvollen Geschenk zur Vorweihnachtszeit ins Werksmuseum nach Zuffenhausen: Sein Austro-Daimler Bergmeister Cabriolet von 1932 gehört jetzt zur Sammlung.

20.12.2011 Dirk Johae Powered by

Großer Bahnhof im Porsche-Museum: Am 4.Advent wurde im Beisein von vielen Ehrengästen das restaurierte Austro-Daimler "Bergmeister" Cabriolet offiziell in die Ausstellung übernommen. Der luxuriöse Sportwagen gehört zur Sammlung von Dr. Wolfgang Porsche, der Sohn von Dr. Ferry Porsche und Enkel von Professor Ferdinand Porsche, der bei Austro-Daimler als Entwicklungs- und Produktionsleiter gearbeitet hatte.

Austro Daimler Bergmeister ist wichtigstes Ausstellungsstück

"Gerade die Frühgeschichte von Porsche ist bei uns im Museum noch nicht ausreichend vertreten“, betonte Museumsleiter Achim Steijskal und fügte an: "Deshalb ist dieses Auto für uns ein wichtiges Ausstellungsstück - wir werden gut darauf aufpassen". "Das wäre auch mein großer Wunsch gewesen", erwiderte Dr. Wolfgang Porsche, der mit dem meisterhaft ausgebauten Glanzstück der österreichischen Automobilbaukunst 2011 seine Premiere beim weltberühmten Concours d’Elegance in Pebble Beach (USA) feierte, der "Nobel-Preis für Oldtimer", so Dr. Porsche.

4 Jahre dauerte die Restauration

Das Austro-Daimler "Bergmeister“ Cabriolet wurde von Egon Zweimüller und seinem Team in Ennsdorf/Österreich in vier Jahren aufwändig auf Concours-Zustand restauriert. Mehr als 10.000 Stunden flossen in das Projekt, dass im März 2011 abgeschlossen werden konnte. "Besonders viel Zeit nahm die Recherche nach Fakten und Fotos in Anspruch", erzählte Restaurator Egon Zweimüller, dessen Vater den "Bergmeister“ bereits in den 60er Jahren als Restaurierungsobjekt kaufte. Der Österreicher ergänzte: "Diese Vorgeschichte macht die Restaurierung auch für uns zu einem ganz besonderen Ereignis. Dazu ist der Wagen ein wichtiges Zeugnis österreichischer Automobilbaukunst."

Vor allem die Technik des Motors, ein 120 PS starker Reihensechszylinder mit einer obenliegenden Nockenwelle  und 3,6 Litern Hubraum, geht auf das Wirken von Professor Ferdinand Porsche zurück. Er kam als Nachfolger von Paul Daimler zum Autohersteller in der Wiener Neustadt und übernahm 1917 den Posten als Generaldirektor. Porsche war auch selbst als Rennfahrer aktiv, gewann 1910 mit einer seiner Konstruktionen die "Prinz-Heinrich-Fahrt". 1923 verließ er Austro-Daimler: Als Chefkonstrukteur trat Dr. Karl Rabe in seine Fußstapfen. Der Ingenieur war später in Stuttgart der wichtigste Mitarbeiter von Porsche und blieb dem Unternehmen bis zu seinem Tod 1968 verbunden. Sein Sohn zählte zu den Ehrengästen im Porsche Museum.

Zurück ins Jahr 1927: Da stieß der Rennfahrer Hans Stuck zu Austro-Daimler. Mit den Rennwagen der Österreicher gewann er fast alle Bergrennen, bei denen er startete. 1930 gewann er die erste offizielle Berg-Europameisterschaft. Der Motor besaß aber noch die Gene, die Ferdinand Porsche den Austro-Daimler-Motoren eingepflanzt hatte.

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