Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

"Auto der Woche"

Audi TT 2.7 T RS , der unbekannte Prototyp

10/2013, Audi TT 2.7 T RS Prototyp Foto: Gunther Stachon 19 Bilder

Audi feiert 30 Jahre Quattro GmbH und rollt dabei klammheimlich einen spektakulären Audi TT-Prototypen in die Öffentlichkeit. Der Audi TT 2.7 T RS hätte nicht nur den Porsche 911 stehen lassen.

05.11.2013 Uli Baumann

Nach der Kiellegung des Audi RS4 (Typ B5) im Jahr 1999 reifte bei Audi der Wunsch neben dem extrem sportlichen Mittelklassemodell - der mit 380 PS bis dahin leistungsstärkste Audi überhaupt - auch einen echten Sportwagen an den Start zu bringen. Der Audi R8 war noch lange nicht in Sicht, der Sportler im Audi-Modellprogramm war der TT. Der konnte als Topmotorisierung allerdings nur einen 1,8-Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit 225 PS (240 PS im Quattro Sport) aufweisen. Kräftig, aber nicht ausreichend kräftig genug, um die Konkurrenz wirklich zu erschrecken. Ein technisch aktueller Fünfzylinder war nicht verfügbar, der 2,7-Liter-Biturbo-V6 aus dem RS4 für den Quereinbau im TT nicht geeignet.

Mit 380 PS fast 300 km/h schnell

Weil das RS4-Aggregat die Entwickler aber dennoch fesselte, folgte man kurzerhand einem neuen Konzept. Statt den V6 in den TT einzupassen, wurde der TT an das RS4-Chassis angepasst. Um 170 mm gekürzt, passte sich der RS4 an den Radstand des TT an. Der V6 und das angeflanschte manuelle Sechsgang-Getriebe konnten unverändert samt Allradantrieb beibehalten werden und schaffte so die gewünschte Basis für den Über-TT. Dieser leistet somit 380 PS und stellte bereits ab 2.500 Touren ein maximales Drehmoment von 440 Nm bereit, das 255/35er Walzen auf 18 Zoll-Felgen auf die Fahrbahn übertrugen. Das von Cosworth aufgepeppelte Aggregat beschleunigte den 1.580 Kilogramm schweren Allradler in 4,8 Sekunden von Null auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 295 km/h.

Stephan Reil, Chef der Quattro GmbH, bringt es so auf den Punkt. Der Audi TT 2.7 T RS bereitete extrem viel Fahrspaß und ließ seinerzeit fahrdynamisch einem Porsche 911 keine Chance.

Audi TT 2.7 T RS zu aufwändig für die Serie

Durch den aufwändigen Aufbau abseits der Großserie blieb dem TT 2.7 TT RS dann aber auch die Chance auf eine Serienfertigung verwährt. Nach rund 20.000 Testkilometern wurde der Über-TT in den Katakomben der Quattro GmbH abgestellt und erst zum Jubiläum wieder hervorgezaubert. Warum er damals nicht erkannt wurde? Die Erlkönigjäger-Kultur war bei weitem noch nicht so ausgeprägt wie heute, Fotohandys gab es noch nicht und außerdem gab sich der TT 2.7 T RS optisch nur nur einen etwas größeren Heckspoiler zu erkennen. Der V6-Sound ließ sich allerdings nicht verbergen. Ein Leser (www.stachon-photography.com) hat den Audi TT für uns fotografiert.

Einen Sechszylinder und den passenden Sound erhielt der Audi TT dann aber doch. Der 3,2 Liter-VR6 aus dem VW-Regal ließ sich ohne große Änderungen an das TT-Chassis quer im Bug unterbringen. Der brachte es allerdings als Top-Modell nur auf 250 PS und 320 Nm.

Ähnliche Leistungswerte wie der Audi TT 2.7 T RS erreichte der Audi-Sportler erst in der zweiten Modellgeneration als TT RS Plus, der von einem 2,5-Liter-Turbo-Fünfzylinder mit 360 PS und 465 Nm angetrieben wird.

Anzeige
Audi TT 2.0 TFSI Quattro, Frontansicht Audi TT ab 317 € im Monat Leasing & Vario-Finanzierung Jetzt Fahrzeug konfigurieren
Audi TT Audi Bei Kauf bis zu 24,61% Rabatt Jetzt Fahrzeug konfigurieren
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden