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"Auto der Woche"

Ford Streetka, Cabrio mit Sex-Appeal

Ford Streetka, Auto der Woche, 08/2013 Foto: Ford 26 Bilder

Mit dem Streetka wollte Ford 2003 aus dem spartanischen Ka einen Spaß-Roadster mit Suchtgefahr werden lassen. Bereits ein Jahr zuvor startete Ford extra eine Werbekampagne mit der Sängerin Kylie Minoque.

13.08.2013

"Etwas derartig Unvernünftiges – nur zwei Sitze und kein solides Dach – fand sich beim braven Volumenhersteller Ford seit Jahrzehnten nicht im Programm," zeigte sich auto motor und sport 2003 vom 3,65 Meter kleinen Roadster aus Köln begeistert.

Ford Streetka als Gute-Laune-Auto mit Sex-Appeal

Mitten in einer von Rezension und hoher Arbeitslosigkeit geprägten Zeit überraschte Ford 2003 mit einem kleinen puristischen Roadster. Dabei übernahmen die Ford-Ingenieure jedoch nicht das Knutschkugel-Design des Plattformspenders Ka, sondern orientierten sich an der 2000 vorgestellten Ghia-Studie Saetta. So entstand "ein Gute-Laune-Auto mit Sex-Appeal, das für unter 20.000 Euro die Lust am fahren erschwinglich machen sollte".

Unter der Haube trug der Ford Streetka einen 1,6-Liter-Vierzylinder mit 95 PS, der zwar kein Durchzugswunder war, aber für den gerade mal 1.078 Kilogramm leichten Mini-Roadster ausreichte. Zwar ließ er der durstige Zweiventiler Drehwilligkeit und Biss in höheren Drehzahlen vermissen, doch dafür zauberte die Fahrdynamik des Mini-Roadsters ein breites Grinsen auf das Gesicht der Test-Redakteure: "Wieselflink zuckt er um die Ecken, lenkt zackig ein, scheint auf der Fahrbahn zu kleben und vermittelt das Gefühl, in einem Rennkart mit butterweichen Slicks unterwegs zu sein." Und das ohne ESP und mit Frontantrieb. "Für das Streetka-Fahrwerk ist die Welt eine Kurve," philosophierte auto motor und sport 2003.

Weniger begeistern konnte hingegen der Innenraum. Die billig anmutenden Kunststoffe im Innenraum und Kofferraum erinnerten doch zu sehr an die erste Generation des Ford Ka. Das Lenkrad war weder in der Höhe noch in der Tiefe verstellbar und große Personen ab 1,80 Meter hatten stets den Scheibenrahmen vor Augen – mussten so mit leicht geduckter Haltung das offene Fahrvergnügen genießen.

Ford Streetka-Verdeck mit vierstufigem manuellem Ritual

Setzte dann unterwegs ein unerwarteter Regenschauer ein, konnte der Fahrer per Knopfdruck die Verdeckklappe elektrisch öffnen und...nein, leider nicht das Verdeck elektrisch schließen. Um das Verdeck zu bedienen musste der Fahrer anhalten, aussteigen und die qualitativ hochwertige Stoffhaube in einem vierstufigen Ritual manuell schließen. Gleiches Spiel galt für gutes Wetter und die Öffnung des Verdecks. Bot sich keine passende Parkgelegenheit, so galt es entweder eine unfreiwillige Dusche zu genießen oder im Cabrio die Klimaanlage zu betätigen.

Doch die gab es nur in Kombination mit CD-Audiosystem, Lederpolsterung und Sitzheizung ab 19.500 Euro (Elegance-Ausstattung). Wer darauf keinen Wert legte, bekam den Ford Streetka schon ab 16.990 Euro, immerhin mit 16-Zoll-Leichtmetallrädern, Lederlenkrad, Nebelscheinwerfern und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.

Noch Anfang 2005 gab es ein leichtes Facelift, das aber keine Auswirkungen mehr auf den Produktionsstopp Mitte des gleichen Jahres hatte. Nach nur 37.000 verkauften Fahrzeugen war das Abenteuer Spaß-Roadster bei Ford beendet. Gebaut wurde der Ford Streetka übrigens im Turiner Vorort Grugliasco - bei Pininfarina in teurer Handarbeit. So verließen lediglich 50 Autos pro Tag das Werk. Vielleicht auch ein Grund, warum die Produktion des Streetka bereits nach 2 Jahren wieder eingestellt wurde.

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