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"Auto der Woche"

Maybach, aus dem Abseits ins Jenseits

 Maybach Edition 125 Foto: Maybach 54 Bilder

Luxus Pur - vom Stoffverdeck über dem Fondabteil bis zum Lammfell für die Füße - das alles gehört der Vergangenheit an. Grund genug um einen Blick auf die Geschichte des traditionsreichen Edel-Herstellers zu werfen.

03.09.2013 Thomas Gerhardt

Daimler-Chef Zetsche gab 2012 persönlich das Aus der Marke bekannt. Zuvor wurde monatelang über den Bau einer zweiten Generation bei der britischen Luxusmarke Aston Martin diskutiert. Mittlerweile wissen wir: Mercedes wird die neue Luxusmarke.

Zetsche räumte im Gespräch mit der "FAZ" ein, dass die Wiedereinführung der Marke 2002 unterm Strich ein Verlustgeschäft war. Die geplanten Stückzahlen konnten nie erreicht werden. Das Auto soll nun weiterverkauft werden, bis 2013 die neue S-Klasse-Generation auf den Markt kommt.

Maybach seit 2002 Luxus-Sparte von Daimler

2002 führte Daimler die Nobelmarke mit den beiden Modellen Maybach 57 und Maybach 62 wieder ein. Rund 405.000 Euro respektive 545.000 Euro mussten Kunden für die exklusiven Luxusmodelle hinblättern. 2005 folgten die S-Versionen der beiden Modelle, die sich mit mehr Leistung und sportlichen Modifikationen auszeichnen. Im selben Jahr stellte Maybach auch den Exelero vor, ein Konzeptfahrzeug auf Basis des 57 S. Ganze acht Millionen Dollar kostete damals das atemberaubende Coupé, das Maybach im Auftrag von Fulda bei der italienischen Karosserieschmiede Stola fertigen ließ. Von 2008 an bot der Luxus-Hersteller auch eine besonders exklusive Version des Maybach 62 S an. Dazu gab es die Landaulet-Version, eine Limousine mit einem Stoffverdeck über dem Fondabteil. Es wurde von Maybach nur auf Nachfrage gebaut.

2010 folgte dann das erste Facelift der Luxus-Limousine. Zuvor präsentierte Maybach auf dem Genfer Auto Salon 2009 in Anlehnung an den Maybach Zeppelin aus den 30er Jahren eine auf 100 Exemplare limitierte Zeppelin-Version. Seine Passagiere verwöhnte das exklusive Modell unter anderem mit echtem Lammfell für die Füße und einer Flakon-Beduftungsanlage, die auf Knopfdruck erlesene Parfüms im Innenraum versprüht. Das Kernstück des Zeppelin ist allerdings die von innen beleuchtbare Acrylglaskugel auf der Fond-Mittelkonsole.

Der Kompass, der gen Mekka zeigt

Auf der IAA 2011, also nur wenige Monate bevor das Aus der Marke verkündet wurde, präsentierte Maybach zum 125-jährigen Jubiläum des Automobils ein Einzelstück mit dem Namen Edition 125. Mit dem Sondermodell präsentierte der Hersteller die zahlreichen neuen Individualisierungsmöglichkeiten wie zum Beispiel das beleuchtete Maybach-Logo sowie die neuen Zierelemente und Felgen.

Bei Maybach legte man seit jeher großen Wert aufs Detail, exklusive Kundenwünsche blieben nicht ungehört. Erwähnenswert: Der Kompass in der Mittelkonsole. Dieses Instrument war gerade im arabischen Raum sehr beliebt, da es nicht einfach nur Richtung Norden sondern Richtung Mekka zeigt. Noch mehr Exklusivität versprach der Sonderkarosseriehersteller Xenatec, der aus dem Maybach 57 S ein Coupé macht. Im Oktober 2011 musste das Unternehmen jedoch Insolvenz anmelden.

Seit der Wiedereinführung 2002 wurden rund 3.000 Exemplare der Luxus-Limousine in Sindelfingen gebaut. Das Aus der Marke sollte nach Aussage von Zetsche keine Entlassungen nach sich ziehen, denn die Kompetenzen wurden für die "Offensive mit Stern" benötigt. Bis 2020 will Daimler der führende Hersteller im Oberklasse-Segment werden. Richten soll das vor allem die neue S-Klasse, mit der der Konzern seit 2013 das Luxus-Segment abdeckt. Die neue Generation der Limousine soll es in vier Radständen geben. Neben einer extralangen Pullman-Version, die als Staatslimousine dienen soll, gibt es auch noch eine kleinere XL-S-Klasse, die den Maybach beerben wird.

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