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auto motor und sport-Kongress 2011

E-tronisch, ultra-leicht und vernetzt

Michael Dick, Audi-Entwicklungsvorstand

Bei Audi sieht die Zukunft des Elektroautos richtig gut aus. Zum Beispiel in Form des e-tron. Egal, welcher Antrieb unter der Haube steckt: Der e-tron ist schon heute ein Traumauto.

09.03.2011 Harald Hamprecht

„Vorsprung durch Technik“: Mit diesem Slogan wirbt Audi schon seit den 70-er Jahren. Wie sich der Ingolstädter Autobauer die Mobilität der Zukunft vorstellt, wird Audi-Entwicklungschef Michael Dick auf dem auto motor und sport-Kongress skizzieren. Und kommt dabei an den Begriffen „e-tron“, „ultra“ und „Audi connect“ wohl nicht vorbei.

In der Vergangenheit haben Autos immer mehr an Gewicht zugelegt. Dass künftige Autos leichter sein müssen, ist in der Branche klar. Sonst lassen sich Benzinverbrauch und CO2-Ausstoss nicht reduzieren. Leicht reicht Audi nicht, „ultra“ soll es sein. Ultra wird, so Dick, „für das jeweils leichteste Modell einer Baureihe stehen“. Dabei verfolgen die Audi-Entwickler das Konzept der „Multimaterial-Bauweise". Dahinter steckt die Strategie, stets das richtige Material an der richtigen Stelle in der richtigen Menge einzusetzen.
Verstärkt soll es beim nächsten A4 angewendet werden. Dessen Karosserie besteht zwar weiterhin hauptsächlich aus Stahlblechen unterschiedlicher Festigkeit. Sie wird aber kombiniert mit Aluminiumblechen, Aluminium- und Magnesium-Gussteilen sowie zu einem geringen Anteil auch mit Karbonfaser-Verbundmaterial. Ziel ist es, rund 120 Kilogramm einzusparen – weniger ist hier mehr.

 

Anders sieht es bei Audis Pilotprojekt, dem Elektroauto A1 e-tron aus. Hier wird an einer längeren Reichweite getüftelt. Dabei setzt Technik-Chef Dick auf den Wankelmotor als Range-Extender. Auf jeden Fall wird diese Lösung mit einer Testflotte in München erprobt. Ob sie sich durchsetzt, wird die Zukunft zeigen. Die Zukunft aber ist auf jeden Fall eine vernetzte bei Audi. Dafür steht „Audi connect“. Unter diesem Begriff bündelt Audi alle Anwendungen und Entwicklungen, die heutige und künftige Modelle mit dem Internet, dem Besitzer, anderen Autos und der Infrastruktur verbinden.

Michael Dick ist seit Januar 2007 Vorstand für den Geschäftsbereich Technische Entwicklung bei Audi. Bis auf einen achtjährigen Aufenthalt bei Volkswagen hat der heute 59-Jährige sein Berufsleben dem Ingostädter Autokonzern gewidmet: Nach seinem Maschinenbaustudium an der FH München begann Dick 1977 in der Qualitätssicherung bei Audi. Dort verantwortete er unterschiedliche Aufgabengebiete mit Schwerpunkt Qualitätsplanung. Ab 1988 war er als Hauptgruppenleiter in der Qualitätsförderung beschäftigt, 1993 übernahm er die Leitung Qualitätsförderung, Fahrzeuge und Systeme.
Für die Volkswagen AG war Michael Dick ab 1995 als Bereichsleiter der zentralen Qualitätssicherung tätig. Zwei Jahre später übernahm er die Funktion des Bereichsleiters für die Entwicklung Pkw-Gesamtfahrzeug. Im Jahr 2003 kehrte Michael Dick zu Audi zurück und war bis 12. Januar 2007 Spartenleiter des Bereichs Entwicklung Gesamtfahrzeug/Fahrwerk, Vorseriencenter und Projektsteuerung.

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