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auto motor und sport-Kongress 2012

Mute: Nicht Benzin- durch E-Motor ersetzen

Foto: TU München 9 Bilder

Mit einem frischen Konzept bereicherte die TU München den auto motor und sport-Kongress. Die Nachwuchswissenschaftler Stefan Fuchs, Simon Rauchbart und Patrick Stenner stellten das E-Auto Mute vor, das sich von allen anderen Elektroautos unterscheidet: Der Mute ist besonders günstig und besonders leicht.

12.04.2012 auto motor und sport

Die Forscher der TU München gingen bei dem Konzept nicht von einem traditionellen Auto aus. „Es genügt nicht, einfach einen Benzin-Motor durch einen Elektroantrieb und den Tank durch eine Batterie zu ersetzen“, sagte Stefan Fuchs. Zunächst analysierte die Universität die Bedürfnisse der Autonutzer. „Die durchschnittliche tägliche Strecke, die man zurücklegt, liegt bei weniger als 40 Kilometern“, so Fuchs, „das Durchschnittstempo bei gerade 25 km/h“. Und da die Autos nur maximal zwei Stunden genutzt werden, stünden 22 Stunden zum Laden zur Verfügung.

auto motor und sport-Kongress 2012 6:01 Min.

Leicht und spritzig

Das neue Auto ist besonders leicht, hat einen klein dimensionierten Antrieb, der dadurch auch nur eine kleine Batterie benötigt. „Unser Auto ist auf den eigentlichen Kunden ausgerichtet“, verspricht Patrick Stenner. „Es wiegt nur 500 Kilogramm inklusive Batterie.“ Alle Scheinwerfer sind in LED-Technik ausgeführt, um Strom zu sparen. Die Stirnfläche misst nur 1,69 qm², der cw-Wert liegt unter 0,27. Trotzdem ist das Auto spritzig: In knapp sieben Sekunden beschleunigt es von 0 auf 100.

Alles Nötige an Bord

Die Batterie besitzt eine Kapazität von 10 Kilowattstunden in elf Modulen, die einzeln ausgewechselt werden können. Bei der Heizung setzt man auf eine Bioethanol-Standheizung, die den Stromverbrauch minimiert. Dennoch ist der Mute kein Verzichtsfahrzeug: Alles Wesentliche ist drin, so Stenner. Die Gesamtkosten für den Kunden liegen bei nur 350 Euro pro Monat.

Ökologisch mehr als nur im Trend

Insgesamt ist der Mute ein richtiges Umweltauto. Es stößt, bezogen auf den aktuellen deutschen Strommix, nur 42 Gramm CO₂ aus. Das entspricht 1,8 Litern Kraftstoff auf 100 km, was einem Drittel des jetzigen Durchschnittsverbrauchs in Deutschland entspricht. Fakten, die nicht nur einen langen Applaus des Publikums auslösten. Die Hoffnung ist groß, dass der Mute in Zukunft auch in Serie auf deutschen Straßen rollen kann.

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