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auto motor und sport-Kongress 2013

Fritz Kuhn fordert Ende der Grabenkämpfe

Fritz Kuhn

Das Ende der Grabenkämpfe zwischen Gegnern und Anhängern des Autos hat Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) auf dem auto motor und sport-Kongress am Donnerstag (11.4.2013) auf der Messe Stuttgart gefordert.

11.04.2013

„Die Debatte, bist du für oder gegen das Auto, ist von vorgestern“, sagte Kuhn vor rund 400 Automanagern. „Wir sind für Mobilität. Und das Auto spielt dabei eine große Rolle. Aber es muss ein abgasarmes oder abgasfreies Auto sein.“

Kuhn forderte die Autoindustrie auf, aus dem Graben herauszukommen. „Die Automobilindustrie an einem Standort wie Deutschland wird nur so stark bleiben, wenn sie sich zu einem Mobilitätsanbieter wandelt“, so Kuhn. „Wir können unsere Probleme nur mit und nicht gegen die Automobilindustrie lösen.“

Stuttgart als Modellstadt für den Wandel in der Autoindustrie

Dazu will Kuhn Stuttgart in eine Modellstadt umwandeln. „Wir sind als Automobilstadt Stuttgart ungemein darauf angewiesen, dass der automobile Fortschritt in der Stadt angewendet wird. Wir wollen ein Innovationslabor sein.“ Der Grünen-Politiker nannte auf dem Kongress als Ziel, dass mittelfristig 20 Prozent weniger konventionelle Autos im Stuttgarter Stadtkessel unterwegs sein sollen. Nur so könnten die zu hohen Feinstaub- und Abgaswerte in der Stadt gesenkt werden.  Dabei forderte Kuhn die Automanager auf, zu helfen. „Feinstaub ist nix Geschmäcklerisches, sondern ein krebserregender Stoff.“ Die Industrie müsse bessere Autos liefern. „Wir brauchen die modernen Fahrzeuge entlang der Hybrid-Technik, Brennstoffzelle und Elektroautos. Die Zukunft sind emissionsarmes und emissionsfreies Fahren.“

Carsharing und Tempolimits als wichtige Bausteine

Das Konzept Car2Go ist dabei für Kuhn ein wichtiger Baustein, weil Carsharing beispielsweise den Flächenbedarf des Autos stark reduziere. Ein Carsharing-Auto ersetze etwa acht bis zehn Privatautos und senke dadurch den Parkplatzbedarf gerade in den Ballungsräumen ganz enorm.

Zur Reduzierung der Emissionsbelastungen in den Städten seien auch Tempolimits wichtig, die für mehr Verkehrsfluss sorgen. „Wir werden versuchen, den Verkehr flüssiger zu machen. Für Feinstaub ist es am schlimmsten, wenn Autos bremsen und immer wieder anfahren müssen.“ Tempolimits, auch Tempo 30, seien deshalb keine Schikane, sondern ein Instrument für mehr Verkehrsfluss.

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