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auto motor und sport-Kongress 2013

Stadtauto der Zukunft mit Radnabenmotor

Foto: Michael Rassinger

Wie wird es aussehen, das Stadtauto der Zukunft? Dieser Frage ging Birgit Priemer, stv. Chefredakteurin von auto motor und sport, im dritten Plenum am Nachmittag auf den Grund.

12.04.2013 Axel Mörer-Funk

Einige Eckpunkte zeichneten sich ab. Danach wird das Auto der Zukunft für die Ballungsräume dieser Welt rein elektrisch fahren und von Radnabenmotoren angetrieben, glaubt Prof. Peter Gutzmer, Forschungsvorstand des Automobilzulieferers Schaeffler. Gemeinsam mit Ford stellte Schaeffler auf dem auto motor und sport Kongress einen Ford Fiesta vor, bei dem Elektromotoren samt Elektronik, Bremse und Kühlung in der Felge untergebracht sind. „Es wird sich ein neuer Autotyp entwickeln“, glaubt Gutzmer, „und dabei glauben wir an den Radnabenantrieb.“

Reichweite muss gesteigert werden

Auch VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg glaubt an das Elektro- und Hybridauto. Allerdings werde man mit den aktuellen Reichweiten nicht auskommen. „Nehmen sie Los Angeles: Die Stadt hat eine Ausdehnung von 120 km. Da reicht ein Elektroauto mit 150 bis 200 km Reichweite nicht mehr aus. Da kommt man nicht mehr zurück.“ Deshalb brauche das Auto für die Megacitys der Zukunft große Reichweiten.

Vor allem die Effizienz muss beim Auto der Zukunft gesteigert werden, meinte Lanxess-Chef Axel Heitmann. „Das Auto muss viel effizienter werden, ganz egal, mit welchem Antrieb.“ Und dabei betonte der Chemie-Manager, dass das Auto nicht nur im Betrieb effizienter und damit klimaschonender werden müsse, sondern auch bei seiner Herstellung. „Wir wollen uns doch ohne schlechtes Gewissen fortbewegen“, fragte Heitmann rhetorisch in den Saal.

Trend für junge Menschen geht weg vom Auto

Einen Trend weg vom Auto sieht dagegen Bernhard Kerscher, Manager beim TÜV Süd. „Junge Menschen in einer Großstadt brauchen kein Auto mehr“, so Kerscher. Und schon gar nicht in Megacitys. Davon gäbe es drei auch in Europa. Dazu zählt Kerscher Istanbul, London und das Ruhrgebiet.

Eine These, der VW-Vorstand Hackenberg nicht folgte. Er glaubt, dass auch in Megacitys kleine Autos weiterhin gefragt sind. VW habe bereits vom neuen UP eine kürzere Version für große Ballungsräume geplant. „Wir denken an einen verkürzten Up mit nur knapp über 3 Metern Länge und drei Sitzen.“ Der wäre genau für Megacitys geeignet. Allerdings habe der Vertrieb skeptisch reagiert, deshalb habe VW die Pläne gestoppt.

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