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auto motor und sport-Kongress - BMW-Chef fordert Roadmap

Reithofer: "Regierung muss handeln"

Norbert Reithofer auto motor und sport-Kongress Foto: Beate Jeske 30 Bilder

Vor dem Autogipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 3. Mai in Berlin hat BMW-Chef Norbert Reithofer von der Bundesregierung eine „Roadmap für Elektromobilität“ gefordert.

18.04.2010

Angesichts der staatlichen Initiativen in den USA, Großbritannien und Frankreich sei die deutsche Regierung gefordert, die Rahmenbedingungen für E-Mobilität festzulegen, sagte Reithofer auf dem auto motor und sport-Kongress am Donnerstag (15.4.) in Stuttgart.

Dr. Norbert Reithofer - Kongress 2010 24:19 Min.

„Jetzt sind Wirtschaft und Politik gefordert, eine Roadmap für Elektromobilität zu entwickeln – wie auch für die Koexistenz verschiedener Antriebsarten.“ Die Roadmap dürfe sich auf keinen Fall auf eine bestimmte Technik festlegen. „Wir glauben an die Differenzierung der Antriebsformen“, betonte Reithofer. „Die Zukunft ist nicht schwarz oder weiß. Es wird keine Einheitslösung für Mobilität geben – jedenfalls nicht in der nächsten Zeit.“

Reihofer sieht die Bundesregierung in der Pflicht

Die Bundesregierung sieht der BMW-Chef in der Pflicht, rasch Entscheidungen herbei zu führen. „Bei der Einführung von Elektromobilität kommt der Politik eine klare Führungsrolle zu. Wir brauchen eine starke Allianz aller derer, die konkrete Lösungskompetenz besitzen – im Schulterschluss mit dem Gesetzgeber.“ Die bloße Forderung nach einer finanziellen Förderung greift laut Reithofer viel zu kurz. „Es reicht nicht, nach Fördergeldern zu rufen. Wir brauchen ein stimmiges Konzept.“ Allerdings müsse auf dem Gipfel in Berlin auch über Zuschüsse für den Kauf von E-Autos gesprochen werden. „Wenn wir es mit E-Autos ernst meinen, müssen wir mit der Bundesregierung über eine Anschubfinanzierung reden. E-Autos werden gerade zu Beginn keine billigen Fahrzeuge werden.“

Reithofer fordert klare Vorgaben und Entscheidungen

Reithofer sieht dringenden Handlungsbedarf in Deutschland. „Länder wie die USA, Großbritannien und Frankreich haben schon wichtige Weichen für die E-Mobilitiät gesetzt.“ Soll die Vision der Bundesregierung Realität werden, dass in Deutschland schon 2020 eine Million Elektrofahrzeuge unterwegs sind, brauche es konkrete Vorgaben und Entscheidungen. Zu Wochenbeginn hatte die französische Regierung angekündigt, dass private Käufer von Elektroautos bis zum Jahr 2012 eine Prämie von je 5.000 Euro erhalten. Zudem will eine Gruppe von 20 teils staatlichen Unternehmen insgesamt 50.000 strombetriebene Autos kaufen. Eine entsprechende Ausschreibung solle in Kürze veröffentlicht werden.

Norbert Reithofer: Für Elektromobilität gibt es keine nationalen Märkte

Jetzt sei auch eine internationale Abstimmung notwendig, so Reithofer. „Für Elektromobilität gibt es keine nationalen Märkte. Hier gilt mehr denn je: Wir haben einen europäischen Binnenmarkt. Und die Politik wird in Brüssel gemacht.“ Es müsse gesichert werden, dass jedes Elektrofahrzeug in jedem Land an jeder Tankstelle geladen werden könne. „Wir brauchen globale Standards bei der Schnittstelle Laden und Infrastruktur. Nur so können wir gemeinsam gewährleisten, dass jedes E-Auto an jeder E-Tankstelle geladen werden kann.“

BMW wird nachhaltigster Hersteller der Welt

BMW wird laut Reithofer auch in der Zukunft der „nachhaltigste Autohersteller der Welt“ sein. „Wir haben die weitere Reduzierung der Emissionen unserer Fahrzeuge genauso im Blick wie deren ressourcenschonende Herstellung. Auch hier gilt es, altes Denken zu überwinden. Nämlich, dass Umweltschutz zu Lasten von Wirtschaftlichkeit und Profitabilität geht“, so Reithofer. „Von 2006 bis 2012 wollen wir den Verbrauch von Wasser, Energie und anderer Kennzahlen in unserem internationalen Produktionsnetzwerk um weitere 30 Prozent senken. Nachhaltiges Handeln ist die Rendite der Zukunft.“

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