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Auto-Rechtsschutz

Gutes Recht

Nach Unfällen und bei Querelen mit Bußgeldstellen oder Autohäusern ist häufig anwaltlicher Beistand erforderlich. Eine Rechtsschutzversicherung hält die Kosten im Rahmen.

18.01.2008

Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung kann sich lohnen. Gerade im Straßenverkehr kommt es häufig in Folge von Verstößen oder Unfällen zu Streitigkeiten vor Gericht. Das ist meist eine teure Angelegenheit. Schnell kann es um Streitwerte von 20.000 Euro gehen, was unter dem Strich Kosten von 5000 Euro verursachen kann. Eine Rechtsschutzversicherung erfüllt in der Regel folgende Leistungen:

- Die Kosten für Rechtsanwalt und Gericht, die im Zusammenhang mit der Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen nach Unfällen stehen, sind abgedeckt. Darunter fallen auch Zeugenentschädigungen und Sachverständigenhonorare. Allerdings werden außerhalb eines Gerichtsverfahrens in Auftrag gegebene Schadengutachten, um zum Beispiel den Umfang einer Fahrzeugbeschädigung erst einmal festzustellen, nicht übernommen.

- Auch bei Autokaufschwierigkeiten gibt es Hilfe, wenn Anwälte oder Gerichte die berechtigten Interessen des Käufers oder Verkäufers wahren müssen.

- Schutz gibt es auch, wenn es sich um Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten im Straßenverkehr handelt. In diesen Fällen geht es oft um Fahrverbot oder um den Entzug der Fahrerlaubnis. Nicht zu unterschätzen ist, dass die Ausgaben für eingeholte Privatgutachten abgedeckt sind. Zur Verteidigung kann dies bereits vor dem Gerichtsverfahren sinnvoll sein, um Klarheit über die Vermeidbarkeit des Unfalls zu schaffen oder um Argumente gegen ein Gutachten der Staatsanwaltschaft vorzutragen.

- Darüber hinaus besteht ebenfalls Rechtsschutz in Verfahren mit Verwaltungsbehörden und Gerichten, wenn es um den Entzug oder die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis geht. Rechtsschutz besteht auch in den Fällen, wenn sich der Versicherte gegen eine Fahrtenbuchauflage wehren will.

Verschiedene Arten von Rechtsschutzversicherungen

Es gibt drei Varianten von diesen Schutzpolicen. Für Personen ohne eigenes Auto, die häufig mit nicht auf sie zugelassenen Fahrzeuge unterwegs sind, ist der so genannte Fahrerrechtsschutz erforderlich. Diese Policen gibt es ab 30 Euro und sie bieten meist auch Schutz, wenn man als Fahrgast, Fußgänger oder Radler unterwegs ist. Für Autobesitzer dagegen gibt es den fahrzeugbezogenen Vertrag der etwas teurer ist. Er sichert jene Risiken ab, die mit einem bestimmten Fahrzeug verbunden sind. Rechtsschutz besteht bei dieser Variante für den Versicherungsnehmer in seiner Eigenschaft als Eigentümer, Halter, Fahrer und Insasse des versicherten Fahrzeugs. Der Vertragsinhaber ist auch in anderen Autos (etwa Mietwagen) und im übrigen Straßenverkehr geschützt. Für Mehrpersonenhaushalte empfiehlt sich der Verkehrsrechtsschutz (ab 60 Euro). Hier ist der Kunde versichert in seiner Eigenschaft als Eigentümer oder Halter aller bei Vertragsabschluss oder während der Vertragsdauer auf ihn zugelassenen Fahrzeuge sowie jeder Fahrer oder Insasse der Autos. Ausgenommen sind jedoch jene Fälle, in denen jemand unberechtigterweise das Fahrzeug benutzt. Bei den neueren Rechtsschutzversicherungen ist der Versicherungsnehmer auch als Mieter eines von ihm gefahrenen Mietwagens versichert. Ebenso sind die Kinder mitversichert, solange sie noch nicht volljährig oder berufstätig sind.

Was ist nicht versichert?

So umfangreich Rechtschutzversicherungen auch ausgestattet sein mögen, sie decken nicht alles. Werden gegen einen Autofahrer Schadenersatzansprüche geltend gemacht, weil er einen Unfall verursacht haben soll, so besteht kein Anspruch auf Leistungen. In solchen Fällen ist die Kfz-Haftpflichtpolice gefragt. Sie übernimmt dann die Funktion einer Rechtsschutzversicherung. Wird eine Ordnungswidrigkeit im ruhenden Verkehr vorgeworfen, so besteht bei vielen Rechtsschutzverträgen überhaupt kein Anspruch auf Leistungen. Mit anderen Worten: Rechtsstreitigkeiten bei Halte- und Parkverstößen werden häufig nicht abgedeckt.

Auf das Kleingedruckte achten

Wichtig sind zudem die Vertragsinhalte: Die Absicherungen von kleinen Streitigkeiten ist nicht immer sinnvoll. Somit empfiehlt sich eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren. Das drückt die Beiträge bis zu 30 Prozent. Darüber hinaus ist auf eine Deckungssumme von mindestens 250.000 Euro zu achten - genauso wie auf die „Wartefrist“, die regelt, wann der Schutz nach Vertragsabschluss beginnt. Die Frist sollte in Rechtsschutzversicherungen für den Straßenverkehr entfallen. Obendrein ist auf eine weltweite Hilfe zu schauen. Nebenbei verdienen auch die Beiträge eine Betrachtung. Zum einen reicht der Preisunterschied in der Branche je nach Assekuranz und Vertrag bis zu 200 Prozent, zum anderen bieten einige ihre Policen online günstiger an als über den Vertreter. Darauf ist zu achten. Und noch etwas ist wichtig: Man sollte immer pünktlich die Rechnung bezahlen. Das hat vor allem deshalb Bedeutung, weil der Versicherungsschutz erst beginnt, wenn die erste Prämie gezahlt worden ist. Gefährlich ist es auch, falsche Angaben etwa zum Unfallhergang zu machen. In solchen Fällen kann der Versicherer die Leistungen verweigern.

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