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Auto & Uhr - Chopard

Die Mille-Miglia-Chronographen

Chopard Foto: Chopard 11 Bilder

In nur 15 Jahren reifte Chopard von der Schmuckuhren-Marke zur hochdekorierten Tourbillon-Manufaktur. Die Mikrorotor-Kaliber der L.U.C.-Reihe zeigen ein perfektes Finish. Den Part der Sportuhr spielt die 1000 Miglia.

16.04.2010 Alf Cremers

Quattro steht nicht nur beim Automobilhersteller Audi für Vorsprung durch Technik. Auch die in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag feiernde Genfer Uhrenmanufaktur Chopard nutzt den einprägsamen Begriff, um der Konkurrenz auf eine bestimmte Weise voraus zu sein. In der Chopard L.U.C. Quattro treiben gleich vier Federhäuser das Schwingsystem des flachen Handaufzugkalibers mit Chronometer-Präzision an.

Bestmöglicher Wirkungsgrad gepaart mit Sekunden-Genauigkeit

Diese vier winzigen Energiespeicher sorgen diskret für eine Rekord-Gangreserve von neun Tagen, erst danach muss der Träger erneut Hand anlegen. Der Vorteil liegt nicht allein im Komfort. Die über ein langes Zeitintervall sehr gleichmäßig gespannte Zugfeder arbeitet stets im Bereich des maximalen Drehmoments, das bedeutet: bestmöglicher Wirkungsgrad gepaart mit Sekunden-Genauigkeit. Aber die L.U.C. Quattro - die drei Buchstaben stehen für den Firmengründer Louis-Ulysse Chopard - bleibt nicht die einzige Uhr der Genfer Uhrenmanufaktur mit Ateliers im beschaulichen Jurastädtchen Fleurier, die eine lebhafte Analogie zum Automobil zulässt. Mehr als jede andere Uhrenmarke - ob Jaeger-LeCoultre für Aston Martin, Breitling für Bentley, Chronoswiss für Audi oder Officine Panerai für Ferrari - lebt Chopard mit seinen drei Sportuhren-Linien 1000 Miglia, Grand Prix de Monaco Historique und Jacky Ickx die Affinität zum Automobil. Die Classic Racing Collection, so der Sammelbegriff, ist keiner Automarke gewidmet, sondern dem historischen Rennsport.

Im Fokus steht die Mille Miglia Storica

Im Fokus von Chopard-Vizepräsident Karl-Friedrich Scheufele, selbst Besitzer hochkarätiger Klassiker von Aston Martin Ulster über Bentley 4 1/2 litre bis hin zum Porsche Carrera RS 2.7, steht vor allem die Mille Miglia Storica, der Inbegriff der anspruchsvollen neuzeitlichen Oldtimer-Rallye und die Renaissance des Mythos von einst. Anders als die technisch raffiniert konstruierten, teils hochkomplizierten Uhrwerke der L.U.C.-Kollektion greifen die sportlichen Modelle der 1000 Miglia-Linie auf konfektionierte ETA-Werke zurück. Ob Chronograph in Modulbauweise auf Basis des extraflachen ETA 2894-2, integrierter Chronograph wie bei der 1000 Miglia GMT mit dem bewährten Valjoux 7750 als Fundament oder das großvolumige ETA-Valgranges-Dreizeiger-Werk als passender Antrieb für die Gran Turismo XL: Alle Uhrwerke werden von Chopard technisch verfeinert, aufwendig dekoriert und in den Observatorien der C.O.S.C. (Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres) in verschiedenen Lagen und bei variablen Temperaturen geprüft. Die mittlere Gangabweichung darf dabei maximal plus sechs Sekunden betragen.

Die Sonderprüfungen der Rallyes erfordern ein penibles Timing

Chronographen, also Uhren mit Stoppfunktion, bilden den Schwerpunkt bei der Chopard 1000 Miglia-Kollektion, denn die zahlreichen Sonderprüfungen der Rallyes erfordern ein penibles Timing. Imposantes Flaggschiff und gleichzeitig uhrmacherisches Highlight unter den 1000 Miglia-Modellen ist der Split Second Chronograph für 8.810 Euro in Edelstahl. Der auf 500 Stück limitierte Chronograph Rattrapante auf Basis des Valjoux 7750 erlaubt das Messen beliebig vieler Zwischenzeiten. Ein zweiter Stoppzeiger hält sie fest und holt auf Knopfdruck die Echtzeit wieder ein. Stilistisch dramatisiert der Split Second die chopardtypischen Designelemente wie die gravierte Tachometer-Lünette, die große verschraubte Krone, der massiv geprägte Boden mit dem charakteristischen Relief der Mille Miglia-Rennstrecke und schließlich das Natur-Kautschukband mit authentischem Dunlop-Reifenprofil.

Die Chopard Racing Collection steht für einen Image-Wandel

Der Split Second und der GMT Chrono mit zweiter Zeitzone zeigen, wie rasant sich die 1000 Miglia-Linie seit 1998, als sie ihre heutige Form fand, entwickelte. Aus einer Folge limitierter Jahres-Editionen entstand eine homogene Kollektion, mit der Chopard traditionellen Sportuhrenherstellern ernsthaft Paroli bietet. Die Jacky-Ickx-Modelle, inzwischen in vierter Auflage bei Großdatum und Flyback-Schaltung angelangt, sind raffinierte Derivate der 1000 Miglia-Serie. Die Chopard Racing Collection steht tatsächlich für einen lehrbuchhaften Image-Wandel: Als Karl Scheufele 1963 die renommierte, aber verstaubte und wirtschaftlich angeschlagene Edelmarke Chopard übernahm, fertigte man dort vor allem winzige Goldbanduhren für ältere Damen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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