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Auto & Uhr - Oris

Wandel der Sportuhren-Marke

Oris Foto: Oris 6 Bilder

Uhrenfreunde verbinden mit dem Namen Oris nicht nur den Slogan "It’s High-Mech", sondern vor allem die sportliche mechanische Uhr zum vernünftigen Preis.

17.04.2010 Martin Häußermann

Die kleine, feine Marke nimmt den Anspruch der Fans als Herausforderung. Seit dem Gründungsjahr 1904 verfolgt Oris das Ziel, qualitativ hochwertige mechanische Uhren im eigenständigen Design auf den Markt zu bringen. Von 1910 bis 1982 war Oris gar eine echte Manufaktur mit einem sehr hohen Grad der Selbständigkeit. Alle Uhrwerke und deren Bestandteile sowie die komplette Ausstattung wurden mit Ausnahme von Spiralfedern, Lagersteinen und Aufzugsfedern im eigenen Haus gefertigt. In den fünfziger Jahren produzierte Oris mit rund 600 Mitarbeitern ein bis zwei Millionen Armbanduhren und rund 100.000 Wecker pro Jahr.

Hohe Qualität zu konkurrenzfähigen Preisen

Heute gibt es weltweit kaum eine andere Marke, die - mit zugekauften Schweizer Werken - mechanische Uhren in vergleichbarer Qualität zu derart konkurrenzfähigen Preisen anbietet. Die Hölsteiner zeigen, dass man sich durch geschickte Modellpolitik und konsequente Hinwendung zur mechanischen Uhr auch in einem hart umkämpften Preissegment gut behaupten kann - sofern man günstig nicht mit billig verwechselt und bei der Entwicklung nicht stehen bleibt.

Dabei hatten die Produktentwickler zur Jahrtausendwende die durchaus anspruchsvolle Aufgabe, Oris aus der leicht angestaubten Ecke herauszuholen - von der guten, schlichten Herrenuhr zum sportlichen Zeitmesser, der auch optisch dem Zeitgeist huldigt. So besetzt Oris mit seinen Produktlinien die Themenfelder Fliegerei, Tauchen und Motorsport. Aufgebaut wurde das Image einer Motorsport-Marke durch die Kooperation mit dem Williams-F1-Team, zunächst mit Ralf Schumacher und bis vor kurzem mit Nico Rosberg als Markenbotschafter. Die Gemeinsamkeiten von Rennstall und Uhrenbauer beschrieb Frank Williams beim Start der Kooperation im Jahr 2003: "Die Marke Oris verbindet höchste technische Qualität mit einer stolzen Tradition. Das sind Werte, die auch das Team von Williams verkörpert."

Alois Ruf untersteicht das motorsportliche Image

Doch während die Rennwagen von Williams Millionen verschlingen, gelingt es Oris, attraktive Produkte zum fairen Kurs anzubieten. So bleibt die neue, auf der Baselworld vorgestellte "Williams F1 Team Day Date" unter der magischen 1.000-Euro-Schallmauer. Für genau 980 Euro bekommt der rennsportbegeisterte Fan eine 44-Millimeter-Uhr mit schwarz beschichtetem Edelstahlgehäuse. Ein feiner Zierstreifen auf der Lünette, der Sekundenzeiger und die Rahmen der Ziffern leuchten im klaren Williams-Blau. Angetrieben wird die starke Schwarze von einem Sellita-Automatikwerk Kaliber SW220. Vergangenes Jahr fanden die Holsteiner in dem bayerischen Hersteller Alois Ruf einen weiteren Partner, mit dem man das eigene motorsportliche Image unterstrich. Aus der Kooperation entstand auf Basis des sportlichen TT3-Chronographen ein Kurzzeitmesser, der Designelemente des 700 PS starken Ruf CTR3 aufnahm. Alle Käufer des Sportwagens – und nur sie – finden den geprüften Chronometer mit Titangehäuse, Keramiklünette und der im Boden eingravierten Fahrgestellnummer ihres Autos im Handschuhfach wieder. Wer sich den Ruf nicht leisten kann, muss auf die Uhr nicht verzichten - er greift zum Chronographen ohne Chronometerprüfung. Diese Uhr wird im Set mit einem Ruf-Modell geliefert (2.650 Euro).

Porsche bei Oris ein heißes Thema

Und auch dieses Jahr ist Porsche bei Oris ein heißes Thema, schließlich fährt der aktuelle Oris-Markenbotschafter Darryl O’Young in einem Porsche 911 GT3 RSR (Typ 997) in der asiatischen Rennserie PCCA von Sieg zu Sieg. Das Felgendesign des Rennsportwagens diente als Vorlage für die Gestaltung des durchbrochenen Zifferblatts - durch den "Felgenstern" wird nun die Oberseite des Automatikwerks teilweise sichtbar. Ein Sichtboden gibt den unteren Teil zur Bewunderung frei. Das Titangehäuse ist schwarz beschichtet und wird wahlweise mit 41 oder 43 Millimeter Durchmesser geliefert. Entsprechend der Typbezeichnung des Sportwagens werden beide Größen auf je 997 Exemplare limitiert (1.100 Euro).

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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