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Versicherungen im Tarifvergleich

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Aufmacher Versicherungsvergleich ams_23/2011 Foto: ams 5 Bilder

Der 30. November naht, der Stichtag, an dem Autofahrer ihre Kfz-Versicherung ohne Begründung kündigen können. Statt mit Nachlässen zu locken, führen einige Assekuranzen eine neue Beitragsstaffel ein. Sie hat Vor- und Nachteile. Der Preis-Leistungs-Vergleich von auto motor und sport hilft bei der Suche nach einem guten und günstigen Vertrag.

19.10.2011 Henning Busse

Für die meisten Menschen ist der Sommer die schönste Jahreszeit, für die Kfz-Versicherungen hingegen ist es der Herbst. Das mag auf den ersten Blick skurril erscheinen, doch bei näherer Betrachtung wird der Grund dafür schnell klar. Schließlich naht der 30. November - der Stichtag, bis zu dem die meisten Autofahrer ohne Angabe von Gründen ihre Kfz-Police kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln können. Diese Möglichkeit nutzen viele Fahrzeugbesitzer - kein Vertrag wird so oft gekündigt wie die Kfz-Police.

Das wissen auch die Assekuranzen, deshalb drehen sie im Herbst an der Rabattschraube. Der Einfallsreichtum kennt dabei kaum Grenzen. Zu den Standards gehören bereits Nachlässe für Besitzer von Wohnungen, Häusern und Garagen, für Wenig- und Alleinfahrer, Bahncard-Inhaber oder Absolventen eines Fahrsicherheitstrainings. Zudem spielen die Fahrleistung, das Alter von Fahrer und Auto sowie ein eingeschränkter Nutzerkreis eine Rolle. So erhalten Neuwagenbesitzer zwischen 25 und 70 Jahren, ledig, mit nicht mehr als 10.000 Kilometer Jahresfahrleistung hohe Rabatte.

Kurios sind auch Preisabschläge für geschiedene Frauen oder "punktefreies" Fahren bei jungen Menschen. Um Kunden vom Wechsel zu billigeren Anbietern abzuhalten, setzen einige Unternehmen obendrein so genannte Beliebigkeitsrabatte ein. Das sind Nachlässe, die auf den Autofahrer zugeschnitten werden und bis zu 15 Prozent ausmachen können.

Rabattstaffelung genau prüfen

Diese Vertriebspolitik mit all den Rabattmerkmalen können die Versicherer allerdings nicht ewig durchhalten. Daher haben sich einige Assekuranzen wie etwa die Allianz oder HUK Coburg etwas Neues einfallen lassen. Sie reformierten für Neukunden kurzerhand die Rabattstaffelung.

Im Klartext: Wer bislang 25 Jahre und länger unfallfrei unterwegs war, wurde in der Haftpflicht in die Schadenfreiheitsklasse (SF) 25 eingruppiert und zahlte lediglich 30 Prozent der Grundprämie. Die neue Staffelung endet nun nach 35 Jahren mit der SF-Klasse 35 und einem Beitragssatz von 20 Prozent.

Die Änderung hat Auswirkungen auf alle SF-Klassen. Denn auch in den oberen Bereichen legten die Versicherer Hand an. In der Klasse M sind künftig nicht mehr 245 Prozent der Grundprämie, sondern nur noch 135 Prozent zu zahlen. Fahranfänger, die ein eigenes Auto zulassen, bekommen ebenfalls Prozente angerechnet. In der SF-Klasse Null rutscht der Beitragssatz von 230 auf 95 Prozent, in der Klasse ½ von 140 auf 75 Prozent. In der Vollkasko-Sparte sieht die neue Staffelung übrigens ähnlich aus.

Was auf den ersten Blick positiv anmutet, muss es in der Praxis aber nicht sein. Denn die Prozente sagen nichts über die Grundprämie aus. So kann es vorkommen, dass ein Autofahrer zum Beispiel mit SF-Klasse 15 bei einer Versicherung mit alter Staffelung (45 Prozent Beitrag) weniger zahlt als bei einer Assekuranz mit neuer Einstufung (35 Prozent Beitrag).

Noch mehr Infos zum Thema Versicherung finden Sie in unserem großen Versicherungsratgeber.

Vorsicht vor Rabattschutz

Mehr noch: Gerade für Autofahrer mit der SF-Klasse 25 gab es bislang den so genannten Rabattretter. Kam es zu einem Unfall, wurde der Kunde zwar in eine ungünstigere Klasse zurückgestuft, der Beitragssatz erhöhte sich aber nicht. Dieser kostenlose Schutz kann mit dem neuen System nun wegfallen.

Dafür wird den Kunden dann die kostenpflichtige Zusatzleistung "Rabattschutz" angeboten. Das heißt: Nach einem Crash gibt es keine Rückstufung in eine schlechtere SF-Klasse. Der Vertrag wird weiterhin als schadenfrei betrachtet. Das hört sich zwar gut an, hat aber den Nachteil, dass man sich an die Versicherung bindet. Denn wechselt der Autofahrer nach einem Unfall die Assekuranz, wird er aufgrund der Karambolage bei einem anderen Unternehmen schlechter eingruppiert.

auto motor und sport rechnet sieben Profile für Sie durch

Das macht deutlich, wie wichtig vor dem Wechsel ein gründlicher Versicherungsvergleich für Autofahrer ist - zumal es noch viele Assekuranzen gibt, die nicht auf das neue System umstellen. An diesem Punkt ist der große Vergleich von auto motor und sport sehr hilfreich. Er zeigt für sieben Profile, die auf eine Vielzahl von Autofahrern in Deutschland zutreffen, die besten Tarife auf dem Markt. Nicht allein der Preis war bei der Untersuchung ausschlaggebend. Die Redaktion berücksichtigte auch den Leistungsumfang der Verträge.

Dazu legte auto motor und sport zusammen mit den Marktbeobachtern von Aspect Online fünf Tarifmerkmale fest, die eine gute Kfz-Police auszeichnen. So sollte der Vertrag nach einem Unfall auch bei grober Fahrlässigkeit zahlen, bei Neuwagen mindestens zwölf Monate den vollen Kaufpreis garantieren, bei einem Marderbiss auch die Folgeschäden übernehmen, nicht die  Leistungen bei Wildtierschäden einschränken und über die Mallorca-Police verfügen.

Wie der Vergleich zeigt, müssen gute Policen, die diese Anforderungen erfüllen, nicht teuer sein - im Gegenteil. Oft sind sie preislich nicht weit von den so genannten Billigpolicen entfernt. Die Unternehmen bieten mittlerweile Zweit- und Dritt-Tarife an, die zwar günstig, aber nicht gut ausgestattet sind. Die Auswertung belegt, dass die Ersparnis in keinem Verhältnis zum Leistungsbeschnitt steht. In vielen Fällen sparen die Kunden bei diesen Policen nicht mehr als 15 Prozent an Jahresbeitrag.

Selbst preissensible Autofahrer sollten nicht zu diesen Verträgen greifen - sie garantieren bei einem Schaden oft nur eines: Ärger und wenig Schutz.

Die sieben Beispiel-Profile finden Sie als pdf in der  nachfolgenden Downloadbox.

Noch mehr Infos zum Thema Versicherung finden Sie in unserem großen Versicherungsratgeber.

Download Versicherungsvergleich 2011 (PDF, 0,14 MByte) Kostenlos
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