Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Neue Autoallianz

Nissan steigt bei Mitsubishi ein

Mitsubishi Nissan Logo Foto: ams

Der japanische Autobauer Nissan hat sich im Mai 2016 mit 34 Prozent an Mitsubishi Motors beteiligt. Jetzt soll Renault/Nissan-Boss Carlos Ghosn auch das Ruder beim neuen Allianzpartner übernehmen.

20.10.2016 Uli Baumann

Wie Mitsubishi mitteilt, wird Ghosn neben seinen Chefposten bei Renault und bei Nissan auch die Geschicke von Mitsubishi lenken. Der 62-Jährige ist damit der erste Manager der drei Autokonzerne gleichzeitig führt. Der derzeitige Mitsubishi-Chef Osamu Masuko bleibt zwar Präsident , geleitet wird das Unternehmen aber von Ghosn. Seinen neuen Posten als Chairman of the Board bei Mitsubishi wird Ghosn zum 14. Dezember 2016 antreten.

Carlos Ghosn Präsentation Renault KadjarFoto: Torsten Seibt
Carlos Ghosn könnte künftig neben Renault und Nissan auch Mitsubishi führen.

Nissan bezahlt für seinen Einstieg 237 Milliarden Yen (1,9 Milliarden Euro) ausgeben. Damit wird Nissan größter Anteilseigner bei Mitsubishi Motors, noch vor Mitsubishi Heavy Industries, das etwa 20 Prozent hält. Mitsubishi Motors ist in Folge eines Skandals um manipulierte Verbrauchswerte bei nahezu allen Modellen seit 1991 schwer angeschlagen.

Vereinbart wurde zudem eine Zusammenarbeit beim Einkauf, gemeinsamen Fahrzeugplattformen, ein Technologietransfer sowie eine Zusammenarbeit bei der Produktion. Nach der Zustimmung der zuständigen Behörde wird der Abschluss der Transaktion bis Ende des Jahres erwartet.

Vielfältige Interessen von Nissan an Mitsubishi

Gemessen an den globalen Verkaufszahlen ist Nissan der zweitgrößte und Mitsubishi Motors der sechstgrößte Hersteller Japans. Nissans Interesse an Mitsubishi gründet zum einen in der Mini-Wagen-Kompetenz des kleineren Autobauers. 58 Prozent der von Mitsubishi Motors verkauften Fahrzeuge sind Mini-Wagen. Nissan hält für diese in Japan populäre Kategorie keine Produktionskapazität vor, doch sind rund 34 Prozent der unter der Nissan-Marke verkauften Fahrzeuge in Japan Mini-Wagen. Mitsubishi Motors ist für Nissan ferner attraktiv, weil es mit seinen sportlichen Nutzfahrzeugen (SUV) eine starke und wachsende Präsenz in asiatischen Märkten wie Thailand oder Indonesien hat. Mit der Marke Mitsubishi könnte Nissan in diesen Ländern gegen die Konkurrenz von Toyota oder Honda aufholen.

Nissan selbst ist seit 1999 eng mit Renault verbunden. Den Franzosen gehören knapp 44 Prozent von Nissan, die wiederum 15 Prozent an Renault halten.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige