Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Autohäuser

Experte prognostiziert Massensterben

Foto: von Opel

Der Automarkt-Experte Ferdinand Dudenhöffer rechnet für 2009 mit starken Absatzrückgängen und einem Autohaus-Sterben. Voraussichtlich würden nur noch 2,85 Millionen Autos in Deutschland verkauft, prognostizierte sein Forschungsinstitut 'CAR' am Mittwoch (3.12.) in Duisburg mit.

03.12.2008

Das wären 8,1 Prozent weniger als noch in diesem Jahr. Für den Vertrieb habe das "deutlich negative" Auswirkungen: "Da die Händlernetze in Deutschland seit langem überbesetzt sind, muss mit einem Ausscheiden von bis zu 25 Prozent der Betriebe gerechnet werden."

Dudenhöffers Prognose liegt noch unter der des Branchenverbandes VDA, der für 2009 mit rund 2,9 Millionen verkauften Neuwagen rechnet. Der Rückgang der Produktion bringe gravierende Auswirkungen auch für die Zulieferindustrie. Zur Vermeidung von Liquiditätskrisen bei den Zulieferern schlug Dudenhöffer einen staatlichen Kredithilfe-Fonds im Umfang von fünf Milliarden Euro vor.

Jahr der Importeure

2009 werde das Jahr der Importeure, so Dudenhöffer. Vor allem Alfa Romeo, Toyota und Dacia legten zu. Die deutschen Autohersteller mit Ausnahme von Opel schrumpften dagegen nicht ganz so stark wie der deutsche Gesamtmarkt. So rechnet der Experte etwa für Mercedes mit einem Rückgang von 3,1 Prozent gegenüber 2008, für VW mit 6,4 Prozent und für BMW mit 7,7 Prozent Minus. Opel sieht er mit 13,9 Prozent im Minus.

Die Autoproduktion in Deutschland werde im Vergleich zum laufenden Jahr um 7,4 Prozent auf rund fünf Millionen Fahrzeuge sinken. Damit falle sie unter den Wert des Jahres 1998.

Weltweit Absatzeinbrüche

Auch weltweit rechnet Dudenhöffer mit starken Absatzeinbrüchen. Der Experte geht 2009 von 50,8 Millionen Verkäufen aus, das wären 9,1 Prozent weniger als 2008. Damit werde der Absatz auf das Niveau von 2003 fallen, als rund 50 Millionen Autos verkauft wurden. 'Dabei muss selbst bei den bisherigen Wachstums-Champions China und Russland mit einem Rückgang der Pkw-Verkäufe gerechnet werden.'

Eine Verbesserung der Lage erwartet Dudenhöffer erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2010. Vor allem in den jungen Volkswirtschaften der Welt bleibe die Autoindustrie mittel- und langfristig einer der großen und wichtigen Wachstumsträger.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden