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Autohersteller wollen Abbau von EU-Vorschriften

Foto: dpa

Die Spitzenmanager der europäischen Autoindustrie wollen mit der Europäischen Kommission über ihre Wettbewerbsbedingungen sprechen.

16.02.2004

An diesem Mittwoch (18.2.) trifft EU-Kommissionspräsident Romano Prodi mit einer Delegation des europäischen Automobilverbands ACEA unter Leitung von VW-Chef Bernd Pischetsrieder in Brüssel zusammen.

Einen entsprechenden Bericht des "Handelsblatts" bestätigte ein Kommissionssprecher. An der Runde sollen unter anderen auch der für Industriepolitik zuständige Kommissar Errki Liikanen und Verkehrskommissarin Loyola de Palacio teilnehmen.

Nach Informationen der Zeitung will die Branche auf die ihrer Ansicht nach zu strengen EU-Regelungen hinweisen. Aus ACEA-Kreisen hieß es, das Treffen sei "der Auftakt einer massiven Lobby-Kampagne zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und Japan". Die Konzernchefs klagten über eine wachsende Zahl kostspieliger EU-Regelungen. "Keine Branche wird von einem so dichten Netz von Direktiven überzogen wie die Automobilindustrie", zitierte die Zeitung einen führenden ACEA-Mann. ACEA wollte zu dem Bericht im Laufe des Montags Stellung nehmen.

Auch Politiker machen mobil

BMW-Chef Helmut Panke wird nach Angaben des Unternehmens nicht an dem Treffen in Brüssel teilnehmen. "Wir begrüßen das Bestreben des ACEA, auf Wettbewerbs hemmende Regularien aufmerksam zu machen und begrüßen auch, wenn es zu einem Abbau kommt", sagte ein Sprecher.

Einige europäische Auto-Marken kämpfen derzeit mit massiven Absatzproblemen und roten Zahlen. Japanische Anbieter drängen massiv auf den europäische Markt, wo auch Überkapazitäten zu einem scharfen Wettbewerb mit kostspieligen Rabatten führen.

Dem Problem zu vieler EU-Regelungen haben sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien angenommen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), der britische Premier Tony Blair und Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac hatten im vergangenen Jahr die Kommission aufgefordert, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie nicht durch zu strenge Auflagen - beispielsweise in der Umweltpolitik - zu gefährden.

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