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Autoindustrie: Überkapazitäten nehmen rasant zu

Die Autokonzerne haben nach Einschätzung des Prognoseinstituts CSM Worldwide deutlich zu hohe Verkaufsprognosen abgegeben und werden in den nächsten Jahren die Überkapazitäten und damit die Kostenbelastungen noch ausbauen.

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Autoindustrie
Foto: dpa

Den Prognosen zufolge würde die weltweit verfügbare, maximale Produktionskapazität der Autokonzerne von gut 93 Millionen Einheiten im vergangenen Jahr auf bis zu 117 Millionen im Jahr 2013 steigen. Selbst bei nur durchschnittlichen Auslastungen könnten dann weltweit rund 100 Millionen Autos jährlich von den Bändern laufen. Der erwartete Bedarf liegt laut CSM aber nur bei höchstens 84 Millionen. 2006 standen der Autoindustrie 28,6 Millionen Einheiten mehr an Kapazität zur Verfügung, als sie benötigte. 2013 werden es rund 33 Millionen sein.

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Beispiel Audi

Der Ingolstädter Hersteller will bis 2015 1,5 Millionen Autos jährlich absetzen - über 60 Prozent mehr als 2006. Eine Einschätzung, die die Prognosespezialisten von CSM Worldwide für völlig unrealistisch halten: Sie trauen Audi nicht einmal 1,3 Millionen zu. Skeptisch sind die Analysten bei der Prognose von VW-Chef Martin Winterkorn, der bis 2010 acht Millionen Autos weltweit verkaufen will, 42 Prozent mehr als 2006. Die Analysten sehen die Schallmauer von sieben Millionen Einheiten frühestens 2013 fallen, acht Millionen sei ein langfristiges Ziel.

Die Ziele, die von den Konzernlenkern in diesem Jahr ausgegeben wurden, erscheinen selbst angesichts der enormen Wachstumsprognosen für Märkte wie Russland, China oder Indien unrealistisch, so CSM Worldwide. Um sie zu erreichen, wird das erwartete Weltmarktwachstum von 20 Prozent bis 2010 bei Weitem nicht ausreichen, rechnet das Institut vor. Auch deshalb nicht, weil mit chinesischen Autobauern wie SAIC, die ebenfalls bis 2020 auf drei Millionen Fahrzeuge pro Jahr wachsen wollen, weitere Produzenten die etablierten Weltmärkte wie Europa und die USA erobern wollen.

Mehr zu diesem Thema und den Neuheiten des Autojahrs 2008 lesen Sie in auto motor und sport, Heft 25/2007, das ab 21. November im Handel ist.

Weitere Themen im Heft:

  • Test BMW 135i Coupé
  • Test Maserati GT
  • Kombis im Doppeltest: Skoda Octavia gegen Volvo V50
  • Tuning-Extra: Trends von der Essen Motor Show
  • Sportwagen-Vergleich: Porsche GT2, Corvette Z06 und Mercedes CLK 63 AMG

Autor: Jens Katemann
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