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Autojahr 2002

Flensburg zieht Bilanz

+++Mehr alte Autos+++2003: Nachholbedarf bei Neuwagen+++Diesel nicht zu bremsen+++Motoren werden sauberer+++Weniger Verkehrssünder+++Mehr alte Autos+++2003: Nachholbedarf bei Neuwagen

04.12.2002

In Deutschland gibt es immer mehr und auch zunehmend ältere Autos. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Mittwoch (4.12.) in Flensburg mitteilte, kämen auf 1.000 Einwohner derzeit 540 Fahrzeuge. Daher könne im kommenden Jahr mit einem Aufschwung bei den Neuwagen gerechnet werden. Durchschnittlich sei ein Auto jetzt 7,2 Jahre alt, ermittelte das KBA. Vor einem Jahrzehnt hatte das Durchschnittsauto mit 6,3 Jahren (1992) fast ein Jahr weniger auf dem Buckel. "Die Autos sind inzwischen auch viel besser geworden, daher behält man sie länger", sagte KBA-Präsident Wolfgang Barth (Foto) bei der Veröffentlichung des Jahresberichts seiner Behörde.

2003: Nachholbedarf bei Neuwagen

"Wegen des gealterten Fahrzeugbestandes und nach dreijährigem Einbruch der Zulassungszahlen dürfte sich bereits 2003 ein Nachholbedarf bei neuen Fahrzeugen einstellen", prognostizierte Barth. Nach seinen Angaben erreichte die Fahrzeugdichte in diesem Jahr mit 540 (2001: 533) Autos einen Höchststand. Doch die Auto-Neuzulassungen gehen 2002 zurück, und zwar um gut 90.000 Autos oder 2,8 Prozent auf 3,25 Millionen Wagen. Im Vorjahr waren knapp 3,35 Millionen Neuwagen angemeldet worden.

44,8 Millionen Autos werden nach dem KBA-Bericht an diesem Jahresende registriert sein. Das sind etwa ein Prozent mehr als vor einem Jahr. Auf die Bundesländer eingeteilt gibt es die meisten Autos im Saarland mit 589 auf 1.000 Einwohner, gefolgt von Rheinland-Pfalz (583) und Hessen (576). Die relativ wenigsten Autos fahren in den Stadtstaaten Berlin (366), Bremen (446) und Hamburg (482).

Dieselvormarsch nicht zu bremsen

"Der Dieselantrieb ist bei den Neuzulassungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen", stellte das KBA fest. Der Anteil der so genannten Selbstzünder an den fabrikneuen Autos betrug in diesem Jahr 37,5 Prozent. 1995 waren es erst 14,6 Prozent. Allein von 1999 auf 2000 war die "Diesel-Quote" um 8 Prozentpunkte von 22,4 auf 30,4 Prozent geklettert. "Durch Direkteinspritzung ist die Fahrleistung heute mit den Benzinern vergleichbar und der Diesel damit attraktiver geworden", sagte Barth.

Die mittlere Emission von Kohlendioxid aller in Deutschland zugelassenen Autos ist weiterhin rückläufig, stellte das KBA fest. Für 2002 wird ein Mittelwert der Verbrennungsgase von 177 Gramm pro Kilometer (g/km) errechnet. 1998 waren es noch 188,6 g/km. Bei Dieselfahrzeugen ist der Mittelwert (rund 168 g/km) seit dem Jahr 2000 in etwa konstant geblieben. Beim Otto-Motor sank er von 191 (1998) auf nunmehr 183,5 g/km. Gut 96 Prozent aller Pkw sind als schadstoffreduziert anerkannt.

Weniger Sünder im Punkteregister

Neben der reinen Autostatistik führt das Flensburger Amt auch die berüchtigete "Verkerhssünderkartei". Hier verzeichnete das KBA in diesem Jahr ein Prozent weniger Einträge - insgesamt sind knapp 6,72 Millionen Namen verzeichnet. Das seien rund 67.000 weniger als vor einem Jahr, so die Behörde. Ein "erfreulicher leichter Rückgang" der Verstöße, vor allem der Alkoholdelikte, sei der Hauptgrund, sagte KBA-Präsident Wolfgang Barth.

82,8 Prozent der Flensburger Eintragungen sind Männer; 17,2 Prozent sind Frauen. Die meisten (47,5 Prozent) haben ein bis drei Punkte in der Datei. Mehr als ein Fünftel (rund 1,5 Millionen) der Registrierten haben gar keine Punkte. Dabei handelt es sich um drei Gruppen: Zum einen Menschen, die grundsätzlich amtlich kein Auto fahren dürfen. Punktlos sind außerdem diejenigen, denen der Führerschein entzogen und zwischenzeitlich wieder neu erteilt wurde, ohne dass sie damit im Verkehr aufgefallen sind. Ferner sind Menschen registriert, die nie einen Führerschein hatten, aber dennoch "verkehrsauffällig" wurden, wie zum Beispiel notorisch betrunkene Radfahrer.

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