Höher sitzen, mehr an den Haken nehmen können, problemlos durch Eis und Schnee kommen - SUV wie der neue Mercedes GLK oder sein direkter Konkurrent Audi Q5 machen das Autofahren angenehmer und sicherer. Das meint zumindest die Kundschaft, der es letztlich egal ist, ob diese Fahrzeuge echte Geländetechnik haben oder nicht viel mehr können als klassische Mittelklassewagen mit Allradantrieb, auf denen viele von ihnen basieren.
Mercedes GLK
Der sehr erwachsen wirkende GLK stammt jedenfalls trotz seiner rustikalen, vom GL inspirierten Optik von der C-Klasse mit 4matic ab und wird wie diese in Bremen gefertigt. Auch die Vier- und Sechszylinder-Motoren des Fünfsitzers mit geräumigem, variablem Laderaum sind aus diversen Baureihen bekannt, wenngleich hier erstmals der neue Vierzylinder-Diesel zum Einsatz kommt. Ihre Kraft wird per Schalt- oder Automatikgetriebe permanent an alle vier Räder weitergeleitet und je nach Traktion elektronisch verteilt.
Audi Q5
Ähnlich, aber unter Zuhilfenahme eines mechanischen Torsen-Differenzials, sieht es beim Audi Q5 aus, wobei hier sogar ein aktives Differenzial in der Hinterachse für bessere Fahrdynamik sorgt. Mit 4,70 Meter Länge bleibt der zweite SUV des Hauses ebenso deutlich unter dem Gardemaß des Q7 (5,09 Meter) wie beim Leergewicht (rund 1,8 Tonnen). Dennoch darf man gespannt sein, wie die Basis-Vierzylinder mit der Masse zurechtkommen und ob sich damit der sportliche Anspruch der Marke realisieren lässt.
Volvo XC60
Selbst Volvo bemüht sich beim XC60 um einen betont dynamischen Auftritt und hat dem massigen, breitschultrigen Geländewagen-Körper ein fließend geformtes Dach mit niedrigen Seitenscheiben aufgesetzt. Am Heck findet sich eine horizontal geteilte Klappe, die bis in den unteren Bereich verglast ist und so den Überblick nach hinten erleichtert. Nach vorn überwacht ein Assistenzsystem den Verkehr, das automatisch bremst, wenn das vorausfahrende Auto verzögert. Auf der Mittelkonsole gibt es nur vier klassische Schalter, alle anderen Bedienfelder werden im Normalfall nur angedeutet und erst durch Berührung aktiviert.
Die Allradtechnik stammt im Wesentlichen vom Land Rover Freelander, allerdings ohne das Offroad-Assistenzsystem namens Terrain Response. Dagegen sind Komponenten der Vorder- und Hinterrad-Aufhängung vom Ford Focus entlehnt, ebenso wie die Vierzylinder- Motoren. Als Spitzentriebwerke fungieren die bekannten Fünfzylinder der Marke mit bis zu 185 (Diesel) oder 200 PS (Benziner).
Ford Kuga
Angesichts der weiter steigenden Nachfrage nach kompakten SUV will Ford dieses Segment nicht länger seinen beiden Tochterfirmen überlassen oder sich mit US-Importen wie dem Maverick begnügen. Deshalb hat man den knapp 4,50 Meter langen Kuga auf Focus-Basis entwickelt, der ab Frühjahr in Saarlouis gebaut wird. Der flott gezeichnete Fünfsitzer tritt direkt gegen den VW Tiguan an, verfügt serienmäßig aber nur über Vorderradantrieb (Allrad optional). Vorerst einziger Motor zum Start im Juni ist der Zweiliter-TDCi (136 PS) in Kombination mit einem Sechsgang- Schaltgetriebe.
Renault Koleos, Dodge Journey
Zur gleichen Zeit bringt auch Renault seinen ersten Offroader auf den Markt, bedient sich dabei allerdings der Technik des Nissan X-Trail und Komponenten seines koreanischen Partners Samsung, wo neben dem eigenen SUV namens QMX zugleich der Koleos vom Band läuft. Die Zweiliter-Diesel mit 150 und 173 PS von Renault werden jedoch aus Frankreich beigesteuert, während der deutlich größere Dodge Journey seinen Selbstzünder für Europa von VW bezieht (2.0 TDI PD mit 140 PS). Wem dessen Leistungsangebot angesichts der stattlichen Maße des Fünf- bis Siebensitzers nicht reicht, der kann auf die hauseigenen Benziner oder einen Flex- Fuel-V6 für E85 zurückgreifen.
Lexus wieder mit RX-Hybrid
Für den nächsten Lexus RX (ab Oktober) gibt es hingegen als Alternative zum konventionellen Benziner wieder einen Hybrid-Ableger. Die Kombination von V6- und Elektromotor leitet ihre Kraft über ein CVT-Getriebe an alle vier Räder und soll besonders sparsam sein. Zunächst bleibt es bei Nickel-Metallhydrid- Batterien, die frühestens 2011 von Lithium-Ionen-Akkus abgelöst werden. Formal präsentiert sich die dritte Generation bei etwa gleichen Dimensionen noch coupéhafter als zuvor.
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