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Autokonjuktur

November-Nachfrage im Minus

Foto: Volkswagen

Die inländische Pkw-Nachfrage steckt weiter im Stau. Im November 2003 gingen bei den deutschen Automobilfirmen vier Prozent weniger Aufträge aus dem Inland ein als vor einem Jahr.

08.12.2003

Auch im Vergleich zum Oktober schwächte sich die Nachfrage saisonbereinigt nochmals um zwei Prozent ab. Dies teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag (8.12.) in Frankfurt mit.

Damit sind die erhofften Impulse von der Internationalen Automobilausstellung (IAA) im September in Frankfurt ausgeblieben. Auch die zahlreichen Neuvorstellungen haben bislang noch nicht zu einer nachhaltigen Trendwende bei den Bestellungen geführt. Angesichts der unverändert heftigen politischen Debatte über die Steuerpolitik im kommenden Jahr ist die tiefe Vertrauenskrise bei den potenziellen Käufern offensichtlich noch nicht abgeklungen, wird in der Branche argumentiert. Für die ersten elf Monate 2003 stehen in den inländischen Auftragsbüchern immer noch drei Prozent weniger als vor einem Jahr.

Rettungsanker: Das Export-Geschäft

Der entscheidende Rettungsanker der Autoindustrie ist nach wie vor das Exportgeschäft. Die Auslandsorders lagen im November zwar nur auf Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Oktober zog die Pkw-Nachfrage nach Angaben des VDA saisonbereinigt um ein Prozent an. Von Januar bis November ist aber auch der ausländische Bestelleingang um zwei Prozent zurückgeblieben. Insgesamt ist damit die Nachfrage nach Personenwagen "Made in Germany" um zwei Prozent zurückgefallen.

Produktion und Ausfuhr fielen im November etwas günstiger aus als vor Jahresfrist. Im Berichtsmonat rollten 512.200 Pkw von den Fließbändern der deutschen Hersteller. Mit einem Plus von zwei Prozent war dies nach Darstellung des VDA das beste Novemberergebnis seit 1998. Die Exporte zogen ebenfalls um zwei Prozent auf 363.700 Einheiten an. Von Januar bis November blieb die Ausfuhr mit 3,33 Millionen Pkw aber immer noch um ein Prozent hinter dem Vorjahresvolumen.

In den ersten elf Monaten verfehlte die Pkw-Produktion mit 4,75 Millionen Autos das Vorjahr um ein Prozent. Der VDA geht aber fest davon aus, dass bis einschließlich Dezember - wie 2002 - die Fünf-Millionen-Grenze wieder überschritten wird.

Neuzulassungen im Minus

Auf dem deutschen Markt wurden im November rund 258.000 Personenwagen neu zugelassen. Das war ein Prozent mehr als im November 2002. Im bisherigen Jahresverlauf kamen damit 3,01 Millionen neue Pkw in den Verkehr, etwa ein Prozent weniger als in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres. Dabei verloren die deutschen Marken allerdings an Boden, da die Importeure ihren Absatz um vier Prozent auf 1,06 Millionen Autos steigern konnten. Damit ist das Ziel des VDA gefährdet, der für 2003 rund 3,25 Millionen Neuzulassungen prognostiziert hatte.

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