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Autokrise

Zulieferer Grammer baut 2.000 Stellen ab

Foto: Grammer

Der Autozulieferer Grammer reagiert mit einem massiven Stellenabbau auf die Flaute in der Automobilindustrie. Insgesamt fallen der Krise weltweit rund 20 Prozent der ehemals 9.750 Stellen zum Opfer.

26.03.2009

Seit Jahresbeginn seien bereits 1.000 Mitarbeiter vor allem an den ausländischen Standorten entlassen worden, wie das Unternehmen am Mittwoch (25.3.) in Amberg mitteilte.

Stellenabbau auch in Deutschland

Nun will das Unternehmen auch in der Oberpfalz 227 Mitarbeitern kündigen. "Die Maßnahmen wurden erforderlich, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern", sagte Vorstandschef Rolf-Dieter Kempis.

Kempis rechnet für das erste Halbjahr aufgrund des weltweiten Nachfragerückgangs bei Zuliefererprodukten mit einem Umsatzrückgang um 25 bis 30 Prozent. Mitte Januar musste das Unternehmen auch Kurzarbeit für rund 2.000 Mitarbeiter im Inland anmelden. Zugleich wurde die Zahl der Leiharbeiter und befristeten Arbeitsverträge gekürzt. Kempis begründete die Nichtverlängerung von Verträgen sowie die Kündigungen in den drei oberpfälzischen Werken mit einem dramatischen Auftragsrückgang von rund 30 Prozent.

Umsatz stabil, Gewinn sinkt

Im Geschäftsjahr 2008 erzielte der Hersteller von Sitzen und Fahrzeuginnenausstattung ein Umsatzplus von knapp einem Prozent auf 1,007 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit 32 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Der Jahresüberschuss ging jedoch von 17,6 Millionen auf zwölf bis 14 Millionen Euro zurück. Genaue Zahlen für das Geschäftsjahr 2008 will die Grammer AG am kommenden Dienstag bekanntgeben. Ende Februar beschäftigte der Konzern weltweit rund 8.000 Mitarbeiter in 17 Ländern.

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