Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Autokrise

Zulieferer Grammer und Leoni fahren Verluste ein

Leoni Produktion Foto: Leoni

Der Autozulieferer Grammer steuert in diesem Jahr auf einen drastischen Umsatzrückgang und weiteren Stellenabbau zu. Im Vergleich zum Vorjahr sei 2009 ein Umsatzminus von 30 Prozent zu erwarten.

11.08.2009

Das teilte das Unternehmen am Dienstag (11.8.) in Amberg mit. "Wir rechnen damit, dass die Lage auf den relevanten Märkten weiter angespannt bleibt", sagte Grammer-Vorstandschef Rolf-Dieter Kempis.

Grammer: Ein Viertel der Arbeitsplätze gestrichen

Wegen der schwierigen Lage hat der Hersteller von Kopfstützen, Armlehnen und anderen Autoteilen innerhalb eines Jahres bereits 25 Prozent seiner Arbeitsplätze gestrichen. Die Zahl der Beschäftigten sank dadurch auf rund 7.300. Ein Großteil der Stellen fiel im Ausland weg, aber auch in Deutschland gab es betriebsbedingte Kündigungen. Bis zum Jahresende sollten wie geplant nochmals mehr als 100 Stellen wegfallen, sagte ein Sprecher. Zudem sind rund 2.000 Beschäftigte in Kurzarbeit.    

Im ersten Halbjahr ging der Umsatz des Konzerns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37,6 Prozent auf 341,7 Millionen Euro zurück. Vor Zinsen und Steuern verbuchte Grammer einen Verlust von 19,4 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum war es noch ein Plus von knapp 22 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Verlust von 22,8 Millionen Euro.

Grammer stark von der Branchenkrise betroffen

  
Grammer macht einen Großteil seines Umsatzes mit der Autobranche und ist daher stark von der Branchenkrise betroffen. Im zweiten Quartal habe sich die Lage in diesem Segment aber zumindest stabilisiert. In der zweiten großen Sparte - Sitze für Traktoren, Gabelstapler und andere Nutzfahrzeuge - brachen die Umsätze hingegen im zweiten Quartal noch stärker ein.

Auch Zulieferer Leoni steckt weiter tief in der Krise

Auch Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni hat wegen der stark gedrosselten Autoproduktion im zweiten Quartal rote Zahlen geschrieben. Allerdings fiel der Verlust mit 38,5 Millionen Euro geringer aus als zum Jahresauftakt, wie das Unternehmen ebenfalls am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr verdiente Leoni noch 26 Millionen Euro. Vorbörslich stand die Aktie unter Druck.    

Erstmals gab das MDAX-Unternehmen eine Prognose für das Gesamtjahr ab: Leoni rechnet mit einem Konzernumsatz von 2,1 bis 2,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,9 Mrd Euro). Sofern das obere Ende dieser Umsatzspanne erreicht wird, sollte Leoni eigenen Angaben zufolge im zweiten Halbjahr mindestens ein ausgeglichenes bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern erzielen.    

Der Umsatz sank im Zeitraum von April bis Juni von 820 Millionen auf 530,3 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern fiel ein Verlust von 31 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 37,4 Millionen im Vorjahr. Bei allen Kennzahlen verfehlte das Unternehmen die Schätzungen der Analysten.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden