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Automarkt 2007

Schwacher Absatz, hohe Rabatte

Foto: dpa

Im Vorfeld des Pariser Automobilsalons, stets ein wichtiger Frühindikator für das kommende Autojahr, hat der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer nach vorne geblickt. Was er für 2007 sieht, sind schwache Absatzzahlen, hohe Rabatte und große Unsicherheiten durch die C02-Debatte.

25.09.2006

Vor allem durch die sich verschärfende Debatte um den C02-Ausstoss der Autos sieht Dudenhöffer einen hohen Unsicherheitsfaktor auf den Markt zurollen, der wiederum schnurstracks in Verbraucherzurückhaltung münden könnte. Der Autoexperte mahnt: Solange die potenziellen Käufer nicht wüssten, ob und für welche Fahrzeuge möglicherweise höhere Abgaben, Strafsteuern oder gar Fahrverbote zukämen, werden sie nicht kaufen.

Aber auch ohne das politische Thema um die Treibhausgase sieht der Geschäftsführer von B&D-Forecast beim Blick auf 2007 wenig Anlass zur Euphorie. Ein weiter nur mäßiges Wirtschaftswachstum und vor allem in der Mehrwertsteuererhöhung sieht Dudenhöffer die entscheidenden Spaßbremsen für ein schwungvolles Absatzjahr. Insgesamt rechnet er 2007 für Deutschland mit einem Absatzminus von 1,2 Prozent auf 3,36 Millionen Einheiten, in Westeuropa allenfalls mit einem schmalen Plus in Größenordnung von 0,6 Prozent.

Experte sieht neuen Rabatt-Rekord

Gerade zum Jahresstart müssen sich nach Einschätzung des Experten die Autohändler warm anziehen. Durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer rechnet Dudenhöffer mit einem Vorzieheffekt von etwa 50.000 Einheiten. Die werden dann allerdings auch in den ersten drei Monaten des Jahres 2007 prompt fehlen. Das wiederum werde sich auf das Rabattniveau auswirken. Da rechnet Dudenhöffer mit einem Durchschnittsrabatt der noch über den stattlichen 17 Prozent liegen wird, die jetzt schon erreicht sind.

Leise Kritik übt Dudenhöffer an dem, was vornehmlich die deutschen Premiumanbieter in Paris zur Schau stellen werden. Während Porsche und etwa Audi mit seinem Q7 mit Drehmoment von 1.000 Newtonmetern weiter auf Leistungs-Protzerei setzen, sieht er die innovativeren Konzepte bei Franzosen und Japanern.

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