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Automarkt bricht weiter ein

Die deutsche Autoindustrie wird nun auch von der allgemeinen Konjunkturschwäche eingeholt. Im Oktober sind die inländischen Bestellungen auf den niedrigsten Wert seit dem Rezessionsjahr 1993 zurück gefallen.

12.11.2001

Die deutsche Automobilindustrie wird nun auch von der allgemeinen Konjunkturschwäche eingeholt. Im Oktober sind die inländischen Bestellungen auf den niedrigsten Wert seit dem Rezessionsjahr 1993 zurück gefallen. Allein gegenüber dem Vormonat sackten die heimischen Pkw-Bestellungen saisonbereinigt um vier Prozent ab. Damit sind in den ersten zehn Monaten 2001 fünf Prozent weniger Pkw/Kombi im Inland nachgefragt worden als vor einem Jahr. Dies berichtete der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag (12.11.) in Frankfurt.

Auftragsbestand schmilzt dahin

Auch das bislang gute Exportgeschäft rollt langsam aus. Die Auftragseingänge aus dem Ausland "haben sich saisonbereinigt in den beiden letzten Monaten deutlich abgeschwächt", berichtete der Branchenverband. Die ausländische Nachfrage lag im Oktober aber immer noch um neun Prozent über dem Vorjahresniveau. Der VDA geht nun davon aus, dass 2002 ein leichter Rückgang der Ausfuhren unvermeidlich ist.

Auch die Internationale Automobilausstellung (IAA) im September in Frankfurt hat dem größten deutschen Industriezweig offensichtlich nicht die erhofften Impulse gebracht. Die weltgrößte Autoschau lag ohnehin im Schatten der Terroranschläge vom 11. September in den USA. "Unser Auftragsbestand schmilzt rapide", beschreibt der VDA-Präsident die schwierige Lage.

Importmarken im Plus

Bei den Pkw-Neuzulassungen ist das verschlechterte Konjunkturklima noch nicht voll angekommen. Mit voraussichtlich 282.000 Einheiten wurde das Absatzvolumen vom Oktober 2000 um neun Prozent übertroffen. Der VDA weist allerdings darauf hin, dass die Zulassungen vor einem Jahr außerordentlich niedrig waren und im Oktober 2001 ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand. Auf Grund neuer Modelle konnten vor allem die italienischen und französischen Anbieter im Berichtmonat ihr Pkw-Geschäft überdurchschnittlich steigern. Insgesamt kamen die Importmarken im Oktober auf ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch bei der Pkw-Produktion ergab sich im Oktober saisonbereinigt eine deutliche Abschwächung gegenüber dem Vormonat um sieben Prozent. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres rollten - getragen von der bislang günstigen Exportentwicklung - mit 4,5 Millionen Einheiten aber immer noch sieben Prozent mehr Pkw/Kombi von den Fließbändern deutscher Autohersteller als vor einem Jahr.

Der Export lag mit 320.000 Pkw im Oktober um sechs Prozent über dem Vorjahresniveau. Aber auch hier zeigt sich saisonbereinigt gegenüber September ein starker Rückgang um 13 Prozent, betont der VDA. In den ersten zehn Monaten konnten 3,1 Millionen Pkw/Kombi jenseits der Grenzen abgesetzt werden, das waren acht Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Damit haben die deutschen Hersteller ihre Position auf den wichtigsten Ausfuhrmärkten im bisherigen Jahresverlauf erheblich verbessern können.

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