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Automatik-Aufpreise

Das kostet der Schaltkomfort

Alfa Romeo Giulietta, Seitenansicht Foto: Hersteller 161 Bilder

Das Angebot an selbstschaltenden Getrieben wird immer größer, doch wer schalten lassen will, muss dafür einen gewissen Aufpreis in Kauf nehmen. Wir haben die Mehrkosten für CVT, DSG, PDK, 7-G-Tronic und Co. im Überblick.

31.08.2014 Uli Baumann

Automatisierte Schaltvorgänge kommen in erster Linie dem Fahrkomfort zugute, doch mit zunehmendem Technologieeinsatz werden Automatikgetriebe auch immer mehr zu einem Werkzeug im Effizienzbaukasten. Während beim Handschalter derzeit mit 7 Gängen im Porsche 911 die Fahnenstange erreicht ist, können Automatikgetriebe bereits aus 9 Gängen die passende Übersetzung wählen. Durch die deutlich breiter gewordene Getriebespreizung ist eine optimalere Anpassung an die Motorcharakteristik und die Lastzustände möglich geworden. Entsprechend kann nicht nur die Fahrdynamik gesteigert, sondern auch das Verbrauchslevel gesenkt werden. Schon jetzt sind Getriebe mit zehn Gängen in der Entwicklung. VW setzt dabei auf die Doppelkupplungstechnologie, bei Ford soll angeblich eine herkömmliche Automatik mit zehn Gängen in der Pipeline sein.

Nach Prognosen von Getriebebauer ZF werden automatisierte Getriebe weiter an Marktanteilen hinzugewinnen. Auch wenn Handschalter in Zukunft noch den Markt dominieren werden, so kommen die automatisierten Getriebe im Jahr 2017 auf einen Marktanteil von 51 % (2009: 43 %). Den größten Brocken steuern die Wandlerautomaten mit 31 % bei, den größten Zuwachs sieht man bei ZF bei den Doppelkupplungsschaltboxen, die 2017 mit 6 % (2009: 1 %) in die Gesamtbilanz einfließen werden.

Verschiedene Automatik-Versionen im Angebot

Beim Weg zum automatisierten Schaltvorgang gibt es verschiedene Optionen. Einen wahren Boom erlebt derzeit das Doppelkupplungsgetriebe, bei dem zwei Teilgetriebe und zwei Kupplungen einen automatischen und blitzschnellen Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung ermöglichen. Besonders bei Kleinwagen zum Einsatz kommen automatisierte Schaltgetriebe bei denen hydraulische oder elektrisch betätigte Aktuatoren den Ein-und Auskuppelvorgang übernehmen. Die Schaltvorgänge an sich dauern allerdings recht lang und können durch die Zugkraftunterbrechung zu spürbarem Schaltruckeln führen.

Stufenlose Getriebe, sogenannte CVT-Schaltboxen, arbeiten ohne fixe Übersetzungen und ermöglichen dem Motor so, stets im optimalen Drehzahlbereich zu laufen. Trotz der theoretischen Vorteile haben sich CVT-Getriebe nie auf breiter Front durchgesetzt. Hauptgründe dürften das jaulende Motorgeräusch beim Beschleunigen und das begleitende Trägheitsgefühl des Antriebs sein.

Der Klassiker unter den Automatikgetrieben ist die Wandler-Automatik, die längst ihr unsportliches und durstiges Image abgelegt haben. Möglich machen dies mehr Gänge, eine Wandlerüberbrückung sowie mitunter extrem kurze Schaltzeiten. Modernen Automatikgetriebe sagt man nach, dass sie so perfekt schalten, wie es ein normaler Autofahrer im manuellen Modus kaum besser machen könnte.

Allen Getriebevarianten gemein ist aber weiterhin der finanzielle Mehraufwand für den Schaltkomfort. Während automatisierte Schaltgetriebe schon ab rund 600 Euro zu haben sind, müssen für ein Doppelkupplungsgetriebe in der Regel schon rund 2.000 Euro Aufpreis einkalkuliert werden. Wandlerautomaten sind je nach Fahrzeugklasse mit 1.300 bis 2.500 Euro zu bezahlen. CVT-Getriebe liegen im Mittel bei einem Aufpreis von gut 1.500 Euro. Es gibt aber bei allen Bauarten auch Ausreißer in beide Richtungen.

Einen Überblick über die verfügbaren Automatik-Optionen samt Aufpreisen finden Sie in unserer Fotoshow.

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