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Automatisiertes Parken durch künstliche Intelligenz

Das vernetzte Auto findet freie Parkplätze

Automatisiertes Parken, Parkhaus Foto: auto motor und sport 5 Bilder

Audi, Daimler, Siemens, Bosch – alle experimentieren in Sachen Parkplatz. Cloudbasierte Kommunikation ermöglicht es, den Suchverkehr drastisch zu reduzieren.

31.01.2017

Seien wir ehrlich: Nichts ist dümmer, als 20, 30 oder gar 40 Minuten auf der Suche nach einem Parkplatz durch die Stadt zu irren. Es kostet Nerven und Benzin. 4,5 Kilometer legen deutsche Autofahrer im Schnitt zurück, bis sie eine Lücke gefunden haben.

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Reportage Automatisiertes Parken
auto motor und sport 01/2017
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Automatisiertes Parken, Bosch-Sensorik Foto: auto motor und sport
Umliegende Autos teilen per Cloud Informationen über freie Parkplätze.

Vernetztes Parken bei Bosch

Sensorgesteuertes Parkplatz-Management gehört in diesem Kontext zum Zauberwort der Zukunft, um den Parksuchverkehr zu reduzieren, der in Innenstädten 30 Prozent des Gesamtverkehrs ausmacht. „Community-based Parking“ nennt Bosch diese Technologie, deren Basis „die Connectivity“ ist, wie Rolf Nicodemus als Leiter Connected Parking bei Bosch erklärt. Sprich: Autos, die intensiv mit der Umgebung vernetzt sind, erkennen und melden im Vorbeifahren freie Lücken am Straßenrand.

Dafür werden die bereits vorhandenen Sensoren des Parkmanöver-Assistenten genutzt. Sie sind in der Lage, bis zu einer Geschwindigkeit von 55 km/h kontinuierlich die Seitenstreifen zu scannen und in die Cloud (Datenwolke) zu melden – nicht zu verwechseln mit den rein ultraschallbasierten Meldungen vieler Parkhäuser heutzutage, die freie Parkplätze aufzeigen, aber nicht präzise vorhersagen können, dass es beispielsweise exakt Parkplatz Nummer 67 ist, der frei ist. Warum nicht? Weil hier noch die cloudbasierte Vernetzung fehlt.

Automatisiertes Parken, Bosch-Sensor Foto: auto motor und sport
Sensoren von Bosch können freie Parkplätze registrieren.

Das System registriert auch, wenn an einer viel befahrenen Straße an einer bestimmten Stelle immer wieder eine Lücke frei ist – und „weiß“ dann, dass es sich hier mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Ausfahrt handelt, in der man eben nicht parken darf. Mercedes will diese Informationen künftig über die eigene „Mercedes me“-App anzeigen, Bosch könnte die Angaben in Form einer digitalen Parkplatzkarte im Display des Autos zur Verfügung stellen.

Pokémon Go als Vorbild

Menschen sollen motiviert werden, bei der Stellplatzsuche mitzumachen. Deshalb denkt Bosch darüber nach, die Sache spielerisch anzugehen – Pokémon Go ist hier ein Vorbild. In Stuttgart läuft bereits ein Pilotprojekt, wo entlang zweier S-Bahn-Linien auf den Park-&-Ride-Plätzen installierte Sensoren freie Stellflächen an Autofahrer übermitteln: „Je mehr sich beteiligen, desto mehr Autos suchen nach Parkplätzen, und desto besser wird der Service“, so Nicodemus. Denkbar wäre, diese Infos auch über eine App des Verkehrsverbunds Stuttgart (VVS) zu melden.

Automatisiertes Parken, Vernetzung Foto: auto motor und sport
Die bei vielen Autos bereits installierten Sensoren der Parkassistenten können freie Parkplätze bis 55 km/h erkennen.

Ist das nicht eh nur ein Übergang zum autonomen Fahren? Nicodemus: „Absolut. Im Fluss der Mobilität sind das im Moment alles Übergangsszenarien.“ Parken stellt aus Sicht von Nicodemus ein „Ökosystem dar, das niemand alleine beherrschen wird“. Deshalb gibt es viele Kooperationen wie beispielsweise mit ParkNow (BMW-Tochter). Auch Bosch weiß: Immer mehr Menschen kaufen kein Auto mehr, weil sie keine Lust auf Parkplatzsuche haben.

Bis Ende des Jahrzehnts finden Autos den Weg auch alleine ins Parkhaus. Audi beispielsweise arbeitet hier an einem Pilotprojekt in Boston. Bodensensoren, Videokameras und die Parkassistenten ermöglichen den Einparkvorgang ohne Anwesenheit des Fahrers. „Automatisiertes Valet Parking“ nennt sich dieses System, das für Parkhausbetreiber aus Sicht von Nicodemus einen überschaubaren Aufwand darstellt.

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