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Autometropole Motown ist Pleite

Detroit meldet Insolvenz an

Fiat 500, USA , Reportage,  Teil 6 Foto: Dani Heyne

Die legendäre Autobauer-Metropole Detroit musste Insolvenz beantragen. Die US-Metropole drücken Schulden in Milliardenhöhe. Es ist die größte Städtepleite der US-Geschichte.

19.07.2013 Uli Baumann

Detroit, einst Zentrum der US-Autoindustrie, hat Schulden von 18,5 Milliarden Dollar (14 Milliarden Euro). Im Juni wurden die Zahlungen an die Gläubiger eingestellt, meldet die "Zeit" in ihrer Online-Ausgabe. Die bei Gericht eingereichte Bankrotterklärung sei nach Aussagen von Rick Snyder, Gouverneur von Michigan, der einzig mögliche Weg zu einem stabilen und soliden Detroit, so der "Zeit"-Bericht weiter.

Sanierungsversuch gescheitert

Gouverneur Snyder hatte im März einen Sanierungsexperten eingesetzt, um der desolaten Finanzlage in Detroit Herr zu werden. Er hatte gehofft, damit den drohenden Bankrott abwenden zu können. Es kam aber anders: "Die Stadt kann ihre Schulden nicht mehr bezahlen, wenn sie fällig werden, und ist insolvent".

Snyders Angaben zufolge kann die Stadt die Steuern aus rechtlichen Gründen nicht weiter erhöhen. Ohnehin könnten die Bürger nicht noch höhere Abgaben verkraften, sagte Snyder, laut dem "Zeit"-Bericht.

Detroit war in den 50er-Jahren mit 1,8 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt der USA – heute leben dort nur noch rund 685.000 Menschen. Die Autoindustrie verlagerte ihre Standorte, viele Fabriken schlossen, die Arbeitslosigkeit stieg ebenso stark an wie die Kriminalität. Zugleich wurden öffentliche Ausgaben, etwa für Polizei und Feuerwehr, immer weiter gekürzt. Heute stehen in Detroit 78.000 Gebäude leer, 40 Prozent der Straßenlaternen funktionieren nicht.

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