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Automobilwirtschaft

Autoverkäufe sollen ab Mitte 2009 steigen

Foto: Hans-Dieter Seufert

Bis Mitte 2009 rechnet Autoexperte Willi Diez mit einem deutlichen Anstieg des Neuwagenverkaufs. Der Leiter des Institutes für Automobilwirtschaft geht davon aus, dass die Erholung nach einiger, harter Monate im zweiten Halbjahr 2009 einsetzt.

19.01.2009

300.000 zusätzlich verkaufte Autos

Das sagte er in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur an der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Durch die beschlossene Verschrottungsprämie von 2.500 Euro rechnet der Experte mit 300.000 zusätzlich verkauften Fahrzeugen.

Die Verkaufszahlen deutscher Hersteller schätzt er auf 200.000 ein - dann würden die Konjunkturpakete der Bundesregierung ihr Wirkung zeigen und außerdem 20.000 Arbeitsplätze im Handel, bei Zulieferern und Herstellern gerettet werden.

Neue CO2-Steuer nimmt Käufern Verunsicherung

Durch die neue, auf CO2 basierende Kraftfahrzeugsteuer , wird außerdem die Verunsicherung der Autokäufer genommen, so der Experte. Dennoch geht Diez von harten Zeiten im ersten und zweiten Quartal 2009 für der Branche aus.

Erst ab Mitte des Jahres rechnet er mit einer Stabilisierung des Absatzes. In den kommenden Wochen wird es, laut seiner Einschätzung, eine Welle von Kurzarbeit geben.

Traditionelle Märkte mit enormen Einbußen

Selbst wenn die nächste Zeit  Besserungen bringt, könnte der Strukturwandel in der Branche nicht aufgehalten werden. Es gehe darum, die Infrastruktur trotz der Krise nicht zu zerstören.

In den traditionellen Märkten Nordamerika, Westeuropa und Japan würden momentan nur noch 55 Prozent Fahrzeuge verkauft. Bis 2015 schätzt Diez mit einem Rückgang auf 49 Prozent, bis 2020 voraussichtlich sogar auf 40 Prozent.

70.000 Arbeitplätze in Gefahr

Als Trend sieht der Experte auch die wachsende Nachfrage nach kraftstoff-sparenden Kleinwagen. Er schätzt, dass die Produktion nach und nach weiter ins Ausland verlagert werde, weil diese Autos in Deutschland kaum profitabel produziert werden können.

Bis 2015 glaubt Willi Diez, dass von 750.000 Arbeitsplätzen etwa 70.000 wegfallen werden.

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