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Autonis 2016

Das sind die Sieger der Design-Leserwahl

Autonis 2016, Leserwahl, Abarth 595 Foto: Hersteller 47 Bilder

An der Wahl der besten Design-Neuheiten 2016 haben 18.229 Leser teilgenommen – vier Prozent mehr als im Vorjahr. Design ist für die auto motor und sport-Leser eine echte Herzensangelegenheit.

15.09.2016 Birgit Priemer 2 Kommentare

Gelungenes Design ist für viele auto motor und sport-Leser der entscheidende Kaufgrund, wenn es um die finale Frage geht, ob es dieses Mal ein BMW oder ein Mercedes, ein Audi oder ein Alfa Romeo wird. Deshalb ist es umso erstaunlicher, dass es in manchen Segmenten in Sachen Linienführung aktuell eher ruhig zugeht. Viele Marken setzen auf ausgeprägte Familien­ähnlichkeit – sprich, es wirkt manchmal sehr einheitlich. Wird Design langweilig?

„Finde ich nicht“, sagt Peter Schreyer, langjähriger Designchef von Hyundai und Kia, der bei beiden Marken in bemerkenswert kurzer Zeit attraktive neue Modelllinien entworfen hat. „Es ist eher eine der spannendsten Phasen, die ich je erlebt habe. Nicht unbedingt in Sachen Styling. Aber es gibt so viele neue Player, zum Beispiel aus China, das wirkt sich ja auch im Design aus.“

Beim Autonis 2016 standen 115 Modelle zur Wahl

Die auto motor und sport-Leser hatten auf jeden Fall die Qual der Wahl: In zehn Kategorien standen 115 Modelle zur Wahl, wobei sich die Sympathie der Teilnehmer auf viele Marken verteilte. In zehn Kategorien schafften es insgesamt acht Autohersteller auf das Siegerpodest. Die Regeln der Online-Wahl noch einmal kurz erläutert: Jeder Teilnehmer hat vier Wahlmöglichkeiten, zwei für positive und zwei für negative Bewertungen. Daraus ergibt sich die Bilanz. Stimmen zum Beispiel 20 Prozent aller Teilnehmer für das Modell A als Design-Top und fünf Prozent als Design-Flop, bekommt A die Bilanzzahl 15. Erhält ein Modell mehr negative als positive Ergebnisse, dann ergibt sich auch eine Bilanzzahl im Minusbereich. Diese Wahlmethode macht auch deutlich, dass es Modelle gibt, die ganz erheblich polarisieren – und andere nur sehr wenig.

Kleine Mini-Car-Klasse

Es auf das Treppchen zu schaffen, war in der Kategorie der Mini-Cars allerdings eindeutig leichter als bei den Kompaktwagen, Cabrios oder SUV. Bei den Kleinen standen in diesem Jahr nur drei Modelle zur Wahl. Die Zahl der Neuerscheinungen beziehungsweise Facelifts fiel in den letzten zwölf Monaten einfach nicht größer aus. Doch der Abarth 595/695 siegt in dieser Kategorie nicht etwa mangels Masse. Er lag schon im Vorjahr auf Rang zwei und ist auch bei der alljährlichen Best-Cars-Wahl von auto motor und sport eine sichere Bank.

Die Leser lieben den kleinen Kraftzwerg, der sich so weitreichend individualisieren lässt, dass es sich in den meisten Fällen fast um Unikate handelt. Seine Bilanz beläuft sich auf 56,5 Prozent: 68,7 Prozent Zustimmung, 12,2 Prozent Ablehnung. Der Abstand zum zweitplatzierten VW Up fällt riesig aus: Der schafft gerade einmal eine Bilanz von 15 Prozent, der Mitsubishi Space Star als Drittplatzierter kommt dagegen auf eine imposante Negativbilanz von 62,4 Prozent.

Alfa Romeo Giulia 2.2 Diesel, FrontansichtFoto: Massimiliano Serra
Setzt sich bei der Mittelklasse an die Spitze: Alfa Romeo Giulia.

Alfa Romeo auf Erfolgskurs

Ein ähnliches Bild in der Kleinwagenklasse: Hier liegt mit dem Mito ein Alfa Romeo mit riesigem Abstand (Bilanz: 59,3 Prozent) vorne, der DS 3 auf Rang zwei schafft es nur auf 25,5 Prozent, während Lancia Ypsilon und Suzuki Baleno bei den Lesern durchfallen.

In der Kompaktklasse geht es da ganz anders zu: Bemerkenswert ist allein die Tatsache, dass es mit dem BMW M2 Coupé die Sportvariante einer Baureihe auf Rang eins gebracht hat, die dabei auch kaum Negativstimmen einfährt: Nur 2,2 Prozent der Leserwahl-Teilnehmer lehnen das Modell ab. Dahinter rangiert mit rund neun Prozentpunkten Abstand der Alfa Romeo Giulietta, der noch weniger Negativstimmen bekommt: nur 1,1 Prozent. Von den 19 Modellen, die hier zur Wahl standen, wurden allerdings gleich elf abgestraft – am schlimmsten der Toyota Prius (–30,2 Prozent) und der Lada Vesta (–30,8 Prozent).

Den Namen Alfa Romeo haben Sie damit noch nicht zum letzten Mal gelesen: Auch in der Mittelklasse besetzt das italienische Traditions­unternehmen den ersten Platz – und zwar mit der Giulia, die mit einer Bilanz von 54,3 Prozent die Konkurrenz weit hinter sich lässt. Die Rückkehr in dieses Segment erweist sich für Alfa Romeo also als wahrer Glücksgriff. Besonders bemerkenswert: Nicht einmal der neue Audi A4 schafft es vorbei an dem italienischen Hecktriebler.

Autonis 2016, Leserwahl, Mercedes E-KlasseFoto: Hersteller
In der Oberklasse ganz vorn: Mercedes E-Klasse.

Und die Deutschen?

In der Oberklasse kommen dann endlich die deutschen Premium-Hersteller zum Zuge, besser gesagt: ein deutscher Premium-Hersteller. Die neue Mercedes E-Klasse setzt sich auf Rang eins, die Konkurrenz sitzt ihr allerdings ganz fest im Nacken: Der Tesla Model S bekommt nicht einmal ganz drei Prozentpunkte weniger, die Negativbilanz fällt bei beiden exakt gleich aus. Wenig erfolgreich die Ergebnisse für Bentley Mulsanne, Lexus GS und Hyundai Genesis – alle drei fallen mit zweistelligen Prozentpunkten bei den Lesern durch.

In der Sportwagenklasse gewinnt der Aston Martin DB11 das Rennen vor dem Porsche 911 und dem Jaguar F-Type SVR, bei den Cabrios liegt der Ferrari 488 Spider vor dem Porsche 911 und dessen Markenbruder 718 Boxster. Bemerkenswert ist hier, wie niedrig das Zustimmungsniveau insgesamt ausfällt. Während der Kleinwagen Alfa Romeo Mito eine Bilanz von 59,3 Prozent einfährt, schafft es der Ferrari 488 Spider als Cabrio-Klassensieger gerade einmal auf 15,6. Die Zeiten, da offene Autos als Traumwagen galten, sind offenbar vorbei.

Autonis 2016, Leserwahl, Opel ZafiraFoto: Hersteller
Schicker Van: Der Opel Zafira dominiert seine Konkurrenten.

Jaguar F-Pace vorn

Die SUV, speziell die kompakten, scheinen da schon beliebter zu sein. Der Jaguar F-Pace legt dabei einen Traumstart hin. Der neue englische Geländegänger gewinnt auf Anhieb seine Klasse und verweist damit sogar die populären Neuauflagen von VW Tiguan und Audi Q2 auf die Plätze. Chapeau zu dieser überragenden Leistung. Bemerkenswert ist auch die ganz geringe Negativbilanz von gerade einmal 1,2 Prozent.

Mercedes fährt in der Kategorie der großen Geländewagen den zweiten Sieg ein, hier in Form des GLC als GLK-Nachfolger, Opel sichert sich Rang 1 bei den Vans mit dem Zafira.

Unangefochtener Seriensieger dieser Wahl ist jedoch Alfa Romeo, und das spiegelt sich auch im Kampf um die begehrte Krone „Designmarke des Jahres 2016“ wider: Alfa Romeo mit deutlichem Abstand auf Rang eins, gefolgt von Mercedes auf Rang zwei. Langeweile im Design? Empfinden unsere Leser nicht.

Die jeweils ersten fünf Plätze (soweit vergeben) zur Leserwahl Autonis 2016 in sämtlichen Kategorien finden Sie in der Fotoshow, alle Platzierungen sehen sie in der Bildergalerie zu den einzelnen Kategorie-Artikeln.

Neuester Kommentar

Interessant. Auf den vorderen Plätzen sind in der Mehrheit nicht-Deutsche Fahrzeuge, doch davon sieht man viel zu wenig auf der Straße rumfahren. Echt schade. Glücklicherweise ist das bei mir nicht der Fall, ich fahre einen Zweitplatzierten der nicht aus Deutschland kommt.

han_solo 16. September 2016, 09:11 Uhr
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